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Neue Rettungswache soll nahe Niederwahn errichtet werden

Blick von Nordosten auf das Grundstück zwischen Niederwahn und dem Sportplatz an der B 56

Die Entscheidung um den neuen Standort der Rettungswache für Much scheint gefallen. Begonnen hatte die Diskussion im Jahre 2011, als über einen zusätzlichen Standort im nördlichen Kreisgebiet nachgedacht wurde, um die vorgeschriebenen Hilfsfristen bei der notfallmedizinischen Versorgung auch in diesem Bereich einhalten zu können. Von den bisherigen Rettungswagen in Pohlhausen (Neunkirchen-Seelscheid), Ruppichteroth oder den angrenzenden Kommunen des Rheinisch-Bergischen oder Oberbergischen Kreises aus war die im ländlichen Raum geltende Frist von 12 Minuten zwischen Alarmierung und Eintreffen der Helfer in Much nicht zu gewährleisten.

Nachdem zunächst die Nutzung eines Bestandsgebäudes oder ein Neubau zwischen der Kreisstraße 46 und der Dr.-Wirtz-Straße nahe der 'Fatima-Kapelle' in Betracht gezogen worden war ( Öffnet einen internen Link im aktuellen Fensterwir berichteten ), war schließlich Mitte 2013 eine provisorische Container-Rettungswache auf dem Gelände des Wasserwerks in der Zanderstraße eingerichtet worden. Der Vertrag sei vom Vermieter jedoch zum 1. Juli 2020 gekündigt worden. Als neuer regulärer Standort kam 2016 eines der Grundstücke im neuen Gewerbegebiet Bövingen 2 an der Landesstraße 312 ins Gespräch, nur eine Minute Fahrtzeit vom Hauptort Much entfernt ( Öffnet einen internen Link im aktuellen Fensterwir berichteten ).

Die provisorische Rettungswache an der Zanderstraße im Hauptort

Dem zuständigen Amt für Bevölkerungsschutz des Rhein-Sieg-Kreises sagte der Standort nicht zu, weil gleichmäßigere Abstände zwischen den Rettungswachen in den verschiedenen Kommunen erzielt werden sollten. Dies wäre nur mit einer Lage weiter östlich zu erreichen. Zudem liegt das Gewerbegebiet nicht innerhalb eines von einem Planungsbüro ermittelten Bereichs für eine "bedarfsgerechte Rettungswache" für Much. Diese "Isochrone" - aufgrund ihrer Umrißform auch scherzhaft "Kartoffel" genannt - umfaßt einen Großteil des Hauptortes Much und Teile der Ausfallstrecken, insbesondere entlang der B 56 nach Nordosten, der K 46 nach Norden und der L 189 bis Loßkittel.

Eine solche Lösung außerhalb des Ortes soll nun auch zum Tragen kommen. Mangels der Verügbarkeit anderer Grundstücke soll ein bereits 2016 alternativ ins Auge gefaßtes Grundstück zwischen Much und Niederwahn als Standort für eine neue Rettungswache dienen. Es liegt aufgrund seiner guten verkehrsmäßigen Anbindung unmittelbar an der B 56 innerhalb der ermittelten Fläche für einen bedarfsgerechten Standort. Konkret handelt es sich um ein Grundstück unmittelbar nordwestlich der Skateranlage an der Zufahrt zum Mucher Sportplatz in Sichtweite der Ortschaft Niederwahn (Flurstücke 276, 277 und 278, "Hinter dem Bockemsfeld").

Blick vom Skatepark am Sportplatz (links die Zufahrt) auf das geplante Areal, im Hintergrund rechts die ersten Häuser von Niederwahn

Noch vor der Sommerpause soll der Gemeinderat die planungsrechtlichen Voraussetzungen zum  Bau einer neuen Rettungswache an dieser Stelle in seiner Sitzung Mitte Juli schaffen. Hierzu muß das Grundstück - eine Fläche von rund 3.000 Quadratmeter wird benötigt - aus dem derzeitigen Landschaftsschutz-Status herausgenommen, der Flächennutzungsplan hier von einer Fläche für die Landwirtschaft in eine Fläche für Gemeinbedarf umgewidmet werden. Die Aufstellung eines Bebauungsplanes sei dann nicht erforderlich. Um eine derartige Schaffung des Planungsrechts hatte die Kreisverwaltung die Gemeinde Ende März gebeten.

Bauherr und Kostenträger der neuen Rettungswache wird das Amt für Bevölkerungsschutz des Rhein-Sieg-Kreises sein. Dieses trage auch alle im Vorfeld entstehenden Ausgaben wie Planungskosten sowie denkbare Gutachten zur Artenschutz- und Umweltprüfung. Nach dem vom Gemeinderat zu treffenden Aufstellungs-Beschluß und der im Anschluß zu erstellenden Planung soll das übliche Bauleitplan-Verfahren eingeleitet werden.

Befremdlich am gesamten Verfahren wirkt nur, daß vom ausführenden Fachbüro zur Festlegung des "Standortbereichs für eine bedarfsgerechte Rettungswache" in gleich zwei Lageplänen ein dicker Fehler prangt. Obwohl die Pläne erst im Jahr 2016 erstellt wurden, ist als "derzeitiger Standort der Rettungswache Much" das verworfene Grundstück an der Dr.-Wirtz-Straße eingezeichnet, obwohl sich die provisorische Wache schon seit 2013 an der Zanderstraße befindet. (cs)

02. Juli 2017

Das betreffende Grundstück an der B 56, rechts die Zufahrt zum Sportplatz, im Hintergrund der Ortsteil Niederwahn

 

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