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Nachrichten - Archiv 2021

31.03.2021 - Gesundheit:

Chaos um 'AstraZeneca'-Impfstoff bremst Impffortschritt

Die Wendungen betreffend den Impfstoff des britisch-schwedischen Konzerns 'AstraZeneca' nehmen kein Ende. War er mangels ausreichender Erkenntnisse anfangs nur für Personen unter 65 Jahren zugelassen, gilt nun das beinah genaue Gegenteil. Nach den ersten Fällen von schweren Nebenwirkungen waren Impfungen mit dem Vakzin in Deutschland zeitweise gänzlich ausgesetzt worden. Trotz des statistisch überdurchschnittlichen Auftretens von Sinusvenen-Thrombosen im Gehirn, teils mit Todesfolgen, wurde der Impfstoff wieder freigegeben und von der Ständigen Impfkommission (STIKO) für alle Altersgruppen empfohlen.

Die zunehmende Anzahl von gleichartigen "sehr seltenen, gleichwohl sehr schweren Nebenwirkungen" - aktuell sind 31 Fälle mit neun tödlichen Verläufen bekannt - veranlaßte mehrere namhafte Kliniken gestern, ihren Mitarbeiterinnen von einer Impfung mit 'AstraZeneca' abzuraten. Kurz danach schlossen sich einzelne Behörden, am Abend Bund und Länder den wachsenden Bedenken an, die Impfungen wurden kurzfristig fast bundesweit gänzlich ausgesetzt. Aufgrund der neuen Erkenntnisse empfiehlt die 'STIKO' das Vakzin jetzt - entgegen der Ersteinschätzung - uneingeschränkt nur noch für die über 60-Jährigen.

Dies hat spürbare Auswirkungen auf das Impfgeschehen, denn der Impfstoff wurde zuletzt großteils für medizinisches Personal, Erzieher/innen und Grundschul-Lehrer/innen verwandt. Dies kann kurzfristig kaum kompensiert werden, weil Impfstoffe anderer Anbieter zunächst vollständig verplant sind und nach der Impfpriorisierung für Ältere vorgesehen waren. Daß die bedenklichen Nebenwirkungen überwiegend, aber nicht ausschließlich, bei Frauen aufgetreten sind, könnte an deren großem Anteil in den genannten Berufsgruppen liegen. Ob das Ausbleiben der Nebenwirkungen bei älteren Jahrgängen ebenfalls an diesen Faktoren liegt, ist unklar.

Der Impfstoff von 'AstraZeneca', so die Empfehlung der 'STIKO' in Abstimmung mit dem Ethikrat und der Nationalen Akademie der Wissenschaften 'Leopoldina', soll zukünftig für Personen im Alter von über 60 Jahren verwandt werden. Sie kommen somit früher zum Zuge, falls sie diesen Impfstoff noch akzeptieren. Für Jüngere sei ein Einsatz des Vakzins "nach ärztlichem Ermessen und bei individueller Risiko-Akzeptanz nach sorgfältiger Aufklärung möglich", so Bundeskanzlerin Angela Merkel am Abend. Dies sei aber nicht mehr in den Impfzentren, sondern nur noch bei Hausärzten durchführbar. "Wer's will und wer sich traut, soll die Möglichkeit haben", so Bayerns Ministerpräsident Markus Söder.

Zunächst werde es Veränderungen bei Lieferplänen und der Verteilung vom Impfstoff an die Impfzentren und Hausärzte geben. Letztere sollten nach Ostern in den Impfprozeß eingebunden werden. - Noch keine Lösung gibt es für das Problem derjenigen, deren Zweitimpfung mit 'AstraZeneca' noch aussteht. Diese Gruppe umfasst 2,2 Millionen Personen. Die Verwendung eines anderen Impfstoffs als zweite Dosis ist noch nicht freigegeben. Die 'STIKO' will nach weiteren Auswertungen bis Ende April eine Empfehlung zur diesbezüglichen Problematik aussprechen. (cs)


30.03.2021 - Kreisverwaltung, Gesundheit, Recht, Wirtschaft, Freizeit:

Kreisverwaltung zieht vorauseilend die 'Corona-Notbremse'

An politische oder behördliche Handlungen entgegen zuvor getroffener Regelungen hat man sich in der Corona-Pandemie bereits gewöhnt. Nun hat sich auch der Rhein-Sieg-Kreis in eine solche Vorgehensweise eingereiht. So sollte nach dem jüngsten Bund-Länder-Beschluß in Landkreisen und kreisfreien Städten die "Notbremse" in Form neuerlicher Einschränkungen für persönliche Kontakte und den Handel gezogen werden, wenn die jeweilige 7-Tages-Inzidenz an drei Tagen hintereinander über 100 liegt.

Im Kreisgebiet war der Inzidenzwert vor dem Wochenende für nur zwei Tage über den Schwellenwert geklettert, dann wieder für zwei Tage gefallen. Heute liegt er mit 107,4 den ersten Tag wieder über der maßgeblichen Grenze. Dennoch wurde - wie die Kreisverwaltung schreibt in Abstimmung mit den Kommunen - schon jetzt die "Notbremse" gezogen. Noch vor vier Tagen hieß es seitens des Kreises dagegen wörtlich : "Die Corona-Notbremse wird dann gezogen, wenn die "7-Tages-Inzidenz" der Neuinfektionen mindestens drei Tage in Folge über dem Wert von 100 liegt."

Für die Wirtschaft bedeutet dies, daß ab Gründonnerstag (01.04.) der Einzelhandel (Ausnahme sind Waren des täglichen Bedarfs) nicht mehr für alle Kunden nach Terminvereinbarung öffnen darf, sondern gemäß der eingeräumten "Test-Option" nur noch für Personen mit einem tagesaktuell bestätigten negativen Schnelltest-Ergebnis (Selbsttests ausgenommen). Unbeachtet bleibt dabei, daß nach übereinstimmenden aktuellen Untersuchungen im Handel nur ein äußerst geringes Infektionsrisiko besteht - im Gegensatz zu Kontakten im persönlichen Umfeld und an Arbeitsstellen mit langandauernden Kontakten.

Auswirkungen gibt es damit auch für die zwischenmenschlichen Kontakte. Statt bis zu fünf Personen aus zwei Haushalten dürfen die Mitglieder eines Haushalts ab dem 1. April nur noch mit einer einzigen Person aus einem anderen Haushalt zusammentreffen (Kinder bis 14 Jahren werden jeweils nicht mitgezählt). Doch hier gibt es gleich zu Beginn der Maßnahme eine Ausnahme :  Vom Gründonnerstag bis Ostermontag (5. April) gelten über die Feiertage die bisherigen Kontaktregelungen, die Verschärfung greift erst ab dem 6. April. (cs)


30.03.2021 - Vereine, Baumaßnahmen, Vermischtes:

Pünktlich zum Oster-Spaziergang neue Bank installiert

(Foto : 'HEPress')

Eine Information des Ernteverein Markelsbach :  Leider haben unsere sonst so aktiven Mitglieder/innen zurzeit nichts zu tun. Selbst die fröhlichen Treffen können nicht mehr stattfinden. Da war die Überarbeitung der Bank am Zuweg zur Festscheune sehr willkommen. Dass der Mucher Golfglub gut erhaltene Übersichts-Schilder abgeben wollte, spielte uns dazu noch in die Karten. Pünktlich zu Ostern konnte beides montiert werden. Das Schild wird künftig zusätzlich für Informationen des Erntevereins genutzt, die man sonst in "Uli's Bar" umständlich erfragen musste.
für den Vorstand, Hartmut Erwin


28.03.2021 - Landesregierung, Gesundheit, Recht:

Rhein-Sieg-Kreis vorerst nicht von 'Notbremse' betroffen

Bei der jüngsten Ministerpräsidenten-Konferenz zur Corona-Pandemie wurde beschlossen, daß Regionen oder Länder, die an drei aufeinanderfolgenden Tagen eine 7-Tages-Inzidenz von über 100 aufweisen, eine strikte "Notbremse" einzuhalten haben. Diese bedeutet eine Rückkehr zum Status von vor den Lockerungen vom 8. März. Anders als bei früheren Regelungen gelten diese Einschränkungen in Nordrhein-Westfalen (Inzidenz aktuell 128,8) nicht landesweit, sondern nach der aktuellen Corona-Schutzverordnung nur für die jeweils betroffenen Landkreise und kreisfreien Städte.

Nachdem der Rhein-Sieg-Kreis die 100er-Marke am Freitag (105,7) und Samstag (105,4) überschritten hatte, fiel die 7-Tages-Inzidenz am heutigen Sonntag wieder auf 92,5. Damit ist das Kreisgebiet in der kommenden Woche zunächst nicht von der "Notbremse" betroffen. Demnach werden zum Beispiel die persönlichen Kontakt-Beschränkungen (Treffen von maximal fünf Personen aus zwei Haushalten zuzüglich Kindern bis 14 Jahre) nicht wieder verschärft, der Handel darf mit vorheriger Terminvergabe geöffnet bleiben und muß nicht zur reinen Abholregelung ("Click & Collect") zurückkehren.

Gleiches gilt für den benachbarten Rheinisch-Bergischen Kreis, dessen Inzidenzzahl ebenfalls nach zwei Tagen wieder unter den Schwellenwert fiel. Anders der Oberbergische Kreis, der seit nunmehr 18 Tagen eine 7-Tages-Inzidenz über 100 aufweist (aktuell 158,4). Wie für die meisten der von der "Notbremse" betroffenen 37 Landkreise oder kreisfreien Städte in NRW gilt hier aber die "Test-Option" über eine Allgemeinverfügung. Das heißt, daß die Einschränkungen für Personen mit einem bestätigten negativen Schnell- oder Selbsttest, der nicht älter als 24 Stunden ist, ausgesetzt werden, davon ausgenommen sind aber die strengeren Kontakt-Beschränkungen. (cs)


28.03.2021 - Vermischtes:

Letztmalige (?) Umstellung auf die Sommerzeit ist erfolgt

In der vergangenen Nacht fand die jährliche Umstellung auf die - in Deutschland erneut im Jahre 1980 zur Harmonisierung des europäischen Binnenmarktes eingeführte - Sommerzeit statt. Der heutige Sonntag hat daher nur 23 Stunden. Somit ist es in den nächsten Monaten abends wieder eine Stunde länger hell.

Nach einer Online-Umfrage der EU-Kommission unter den Bürgerinnen und Bürgern der Mitgliedsstaaten im Jahre 2018 und einem entsprechenden Beschluß des EU-Parlaments im Folgejahr sollte zukünftig auf eine Zeitumstellung verzichtet werden. 2021 war als letztes Jahr mit einem Wechsel zwischen Normal- und Sommerzeit vorgesehen. Danach sollte es den einzelnen Staaten überlassen werden, welche Zeitregelung sie ganzjährig beibehalten wollen. Die damalige Umfrage ergab die Bevorzugung einer dauerhaften Sommerzeit, welche auch von den meisten Staaten präferiert wird.

Ob es allerdings in diesem Jahr tatsächlich noch zu entsprechenden Verordnungen oder gesetzlichen Neuregelungen durch die Einzelstaaten kommen wird, ist angesichts der Beschäftigung der Behörden mit der aktuellen Corona-Pandemie sehr unwahrscheinlich. (cs)


28.03.2021 - Politik, Gesundheit:

Seniorenbeirat hilft bei Terminvereinbarung zum Testen

Eine Information des Seniorenbeirats Much :  Sie wollen jemanden besuchen, hatten Kontakt mit einem an Corona Erkrankten oder fühlen sich vielleicht unwohl und möchten Sicherheit haben? Diese bekommen Sie durch einen Corona- Schnelltest, der nun auch in Much möglich ist. Kostenlos, schnell und zentral in Much an der Gesamtschule Much, Schulstraße 10.

Aus organisatorischen Gründen ist allerdings eine Online-Registrierung möglich. Sie haben nicht die Möglichkeit, dies selbst zu tun oder niemanden, der dies für Sie erledigen kann? Dann rufen Sie uns an, wir werden mit Ihnen zusammen einen Termin vereinbaren. Melden Sie sich montags, mittwochs und freitags jeweils zwischen 15.00 und 17.00 Uhr unter 0177- 3473736. Wir freuen uns über Ihren Anruf.- Ihr Seniorenbeirat Much


26.03.2021 - Kreisverwaltung, Gesundheit:

Impfungen für die Generation Ü70 starten am 8. April

Eine Information der Kreisverwaltung :  Ab dem 8. April können die ersten Personen der Generation Ü70 geimpft werden. Das legt der aktuelle Impf-Erlass des Landes NRW fest, den der Rhein-Sieg-Kreis jetzt erhalten hat.

Wie bereits bei der Generation Ü80 können Termine auch diesmal ausschließlich über die Kassenärztliche Vereinigung (KV) vereinbart werden. Anders als bei der ersten "Impfgruppe" erfolgt der Aufruf zur Impfung aber diesmal jahrgangsweise, das heißt, im ersten Schritt sind zunächst die 79-Jährigen dran. Sie erhalten in Kürze vom Rhein-Sieg-Kreis ein entsprechendes Informationsschreiben. Anschließend folgen sukzessive die weiteren Jahrgänge. Durch die konsequente Trennung soll eine Überlastung der Terminbuchungs-Systeme vermieden werden. Gemeinsame Terminbuchungen für Lebenspartnerinnen und Lebenspartner sollen aber auch diesmal möglich sein.

Ab dem 6. April werden die Buchungssysteme freigeschaltet. Termine können dann entweder auf der Website der Kassenärztlichen Vereinigung unter  Öffnet einen externen Link in einem neuen Fensterwww.116117.de  oder telefonisch unter der zentralen Rufnummer 0800 / 11611701 vereinbart werden. - "Ich bin sehr froh, dass es nun auch für die zweite Altersgruppe losgeht", betont Landrat Sebastian Schuster. "Nur, wenn es uns gelingt, die Bevölkerung zügig zu immunisieren, können wir dem Virus Paroli bieten und uns die Normalität zurückerobern."

Ebenfalls ab dem 6. April sollen nach dem Erlass Personen mit Vorerkrankungen der Priorität 2 durch niedergelassene Ärztinnen und Ärzte geimpft werden können. Hierzu gehören beispielsweise Personen nach einer Organtransplantation, mit behandlungsbedürftigen Krebs- und chronischen Lungenerkrankungen. Die komplette Impfreihenfolge ist auf der Internetseite des Bundesgesundheits-Ministeriums ( Öffnet einen externen Link in einem neuen Fensterwww.zusammengegencorona.de ) abrufbar.

Ganz wichtig :  Die vom Land NRW eröffnete Möglichkeit, freie Termine in den Impfzentren zu nutzen, um Personen mit Vorerkrankungen aus der Priorität 2 "vorzuziehen", greift im Rhein-Sieg-Kreis nicht. "Wir haben in unserem Impfzentrum mangels Impfstoffs keine Möglichkeit, weitere Termine freizuschalten. Durch die besondere Altersstruktur des Rhein-Sieg-Kreises läuft dort aktuell auch noch die Immunisierung der Generation Ü80", erläutert Landrat Sebastian Schuster. Mehr als 40.000 Einwohnerinnen und Einwohner des Rhein-Sieg-Kreises gehören aufgrund ihres Alters zur Priorität 1.


26.03.2021 - Gesundheit, Kreisverwaltung:

Status Quo der Infektionszahlen im Kreis und der Gemeinde

Von den bundesweit steigenden Fallzahlen von "SARS-CoV-2"-Infektionen ist auch der Rhein-Sieg-Kreis nicht unverschont geblieben, wenn auch mit einer zeitlichen Verzögerung. Die bundesweite 7-Tages-Inzidenz (Infektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche) ist am heutigen Freitag auf 119,1 angestiegen. Der niedrigste Wert dieses Jahres wurde am 19. Februar mit 56,8 verzeichnet, seither gab es also mehr als eine Verdoppelung. Kurz vor Weihnachten lag die Inzidenz mit 197,6 allerdings nochmals deutlich höher.

In Nordrhein-Westfalen entspricht die 7-Tages-Inzidenz fast genau dem Bundes-Durchschnitt, sie beträgt aktuell 119,9. Auch der Rhein-Sieg-Kreis - am 3. März noch bei beim Jahres-Tiefststand von 36,8 - hat die für neuerliche Einschränkungen maßgebliche Grenze von 100 überschritten. Am heutigen Freitag ist der Wert auf 105,7 gestiegen, Tendenz nach oben. - Aber woran liegt der Anstieg ?  Der dürfte mehrere Gründe haben. Einen Anteil haben die nun fast flächendeckend in den Kommunen kostenfrei angebotenen Schnelltests. Hier werden auch symptomfreie Infizierte ermittelt. Diese Feststellungen und ihre Konsequenzen (Meldung ans Gesundheitsamt, PCR-Test, bei Bestätigung Quarantäne) senken das Infektionsrisiko, lassen die Inzidenzzahlen zunächst aber zusätzlich ansteigen.

In absoluten Zahlen heißt das für den Rhein-Sieg-Kreis, daß sich bislang - nach Test bestätigt - 17.328 Menschen mit dem aktuellen Virus inclusive seiner Abwandlungen (aktueller Anteil schon 54,6 %) infiziert haben, somit knapp 2,9 Prozent der Bevölkerung. Die Akutfälle haben sich seit dem 23. Februar (327) mit derzeit 1.040 mehr als verdreifacht. Ähnliches gilt für die Anzahl der in "häuslicher Absonderung" befindlichen Menschen, deren Zahl stieg im gleichen Zeitraum von 1.263 bis gestern auf 3.055. Verlangsamt hat sich dagegen die Zunahme der Todesfälle in Verbindung mit einer "COVID-19"-Erkrankung, in den letzten sieben Tagen wurden "nur noch" zwei im gesamten Kreisgebiet registriert.

Die Zahlen in Much sind nach einem Anstieg auf 32 Akutfälle in der Vorwoche wieder auf derzeit 26 zurückgegangen. Die Gesamtzahl der Infektionen seit März 2020 summiert sich aktuell auf 290 (rund 2 Prozent der Einwohner/innen). Seit mehr als drei Wochen unverändert blieb die Zahl der an oder mit der Erkrankung verstorbenen Personen, es sind weiterhin sechs.

Verstärkt hat sich der Trend, daß sich das Infektions-Geschehen - soweit überhaupt nachvollziehbar - von einem Schwerpunkt bei den Seniorenheimen auf die Kindergärten und Schulen verlagert hat, wenn dort auch zumeist nur Einzelfälle vorliegen. Nach den jüngsten Zahlen des Kreisgesundheitsamtes sind kreisweit schon 24 Kindertagesstätten (insgesamt 33 Infektionsfälle) und 20 Schulen (35 Fälle) betroffen. Einen starken Anstieg verzeichneten jüngst Wohnheime oder Werkstätten für gehandicapte Personen. Es sind zwar "nur" sechs Einrichtungen tangiert, diese aber mit 65 Fällen. Seniorenheime oder Pflegedienste sind mit 30 Fällen in zehn Häusern vertreten, Wirtschaftsbetriebe mit 56 Fällen in vier Firmen.

In diesem Zusammenhang nochmals zurück nach Much :  Hier liegen nach der jüngsten bekannten Erhebung vom Dienstag dieser Woche Infektionsfälle in einer Kindertagesstätte und einer Schule vor. (cs)

(Hinweis :  Die Zahlen der zunächst gegen Mitternacht veröffentlichten Meldung wurden im Laufe der Nacht nochmals aktualisiert !)


24.03.2021 - Gesundheit, Recht:

Unausgegorene 'Ruhetage' über Ostern zurückgenommen

Erst in der Nacht auf Dienstag hatte die Ministerpräsidenten-Konferenz mit Bundeskanzlerin Merkel die Einführung von zwei "Ruhetagen" am Gründonnerstag (01.04.) und Karsamstag (03.04.) "verordnet". Demnach hätten an besagtem Samstag nur Lebensmittelgeschäfte im engeren Sinne öffnen dürfen. Aber was bedeuten solche nirgends definierten "Ruhetage" für die Wirtschaft und andere Lebensbereiche im Allgemeinen - eine Zwangspause ?  Darüber herrschte weitgehend Verwirrung.

Ein weiterer Kritikpunkt bei einer kompletten Schließung des Handels am Donnerstag war das zu erwartende verstärkte Einkaufsgeschehen in Supermärkten am Mittwoch und Samstag - kontraproduktiv zur beabsichtigten Reduzierung von Kontakten. Unverständnis gab es auch von Seiten der Kirchen, trotz eingeübter Hygiene-Konzepte gerade zu Ostern auf Präsenz-Gottesdienste verzichten zu sollen.

Die bittere Konsequenz läßt an der Sinnhaftigkeit der Beschlüsse der Ministerpräsidenten zweifeln :  Nach nicht einmal zwei Tagen wurde der unausgegorene Schnellschuß der "Ruhezeit zu Ostern" zurückgenommen, Bundeskanzlerin Angela Merkel nahm die Schuld auf sich und entschuldigte sich heute mittag öffentlich für die Vorgabe. Die verordneten "Ruhetage" an besagtem Donnerstag und Samstag sind damit vom Tisch. (cs)


23.03.2021 - Schulen, Baumaßnahmen:

Heizungsanlage im Schulzentrum wurde instandgesetzt

Die Anfang vergangener Woche ausgefallene zentrale Heizungsanlage für die Altbauten des Mucher Schulzentrums (wir berichteten) ist wieder einsatzbereit. Der Schaden an einer Hauptleitung im Bereich des Kriechkellers im Gebäude der früheren Hauptschule konnte behoben werden. Die Wiederaufnahme des Präsenz-Unterrichtes für die Jahrgangsstufen 5 bis 9 ist seitens der Schule für den Donnerstag (25.03.) vorgesehen. (cs)


23.03.2021 - Gesundheit, Recht, Landesregierung:

Shutdown verschärft, 'Ruhetage' an Ostern, Reisen paradox

Nach den Beratungen der virtuellen Ministerpräsidenten-Konferenz mit der Bundeskanzlerin vom gestrigen Tag wurden die Resultate in einer Pressekonferenz in der Nacht um 2.45 Uhr vorgestellt. Demnach werden - mit Wirkung ab dem 29. März - die am 3. März beschlossenen Regelungen des Shutdowns weitere drei Wochen bis zum 18. April fortgeführt, wenn sie nicht durch neue Verordnungen ersetzt werden. Die seinerzeit vereinbarte "Notbremse" bei einer 7-Tages-Inzidenz von über 100 (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche) an drei aufeinanderfolgenden Tagen soll konsequent angewendet werden.

Damit ist gemeint, daß in diesem Falle eine Rückkehr zu den Bestimmungen von vor dem 8. März zur Anwendung kommt (unter anderem Rücknahme der Öffnung des Einzelhandels nach Terminvereinbarung, nur noch kontaktlose Abholung mittels "Click & Collect"). Dies gilt nach dem aktuellen Beschluß für das Bundesland oder die Region. Nach der bisherigen Handhabung würde dies für NRW auf die landesweite Inzidenz hinauslaufen. Weil diese - im Gegensatz zur niedrigeren Inzidenz im Rhein-Sieg-Kreis (86,2) - seit nun drei Tagen über 100 liegt, sind also Verschärfungen zu erwarten.

Aufgrund der bundesweit steigenden Infektionszahlen sollen - hier allerdings ausdrücklich in Landkreisen - bei einer 7-Tages-Inzidenz von über 100 zusätzliche Maßnahmen greifen. Dies können, wie es im Beschluß schwammig heißt, Ausgangsbeschränkungen, verschärfte Kontakt-Beschränkungen und die Tragepflicht medizinischer Masken bei Autofahrten mit haushaltsfremden Personen sein.

Über das lange Oster-Wochenende werden neben den drei Feiertagen zusätzlich einmalig "Ruhetage" am Gründonnerstag (01.04.) und Samstag (03.04.) definiert, um das Infektionsgeschehen durch weitgehende Kontaktbeschränkungen zu brechen. An diesen fünf Tagen ("erweiterte Ruhezeit zu Ostern") sind private Zusammenkünfte auf die Angehörigen des eigenen Haushalts mit einem weiteren Haushalt beschränkt, zusätzlich auf maximal fünf Personen plus Kinder bis zum Alter von 14 Jahren, wobei Paare unabhängig von ihrer Wohnsituation als ein Haushalt gelten.

Für diese fünf Tage werden Ansammlungen im öffentlichen Raum grundsätzlich untersagt. Die Außengastronomie, soweit sie je nach Region überhaupt zulässig ist, bleibt in dieser Zeit geschlossen. Am Samstag vor Ostern (03.04.) darf ausschließlich der Lebensmittel-Einzelhandel im engeren Sinne öffnen. Kirchen und andere Religions-Gemeinschaften werden lediglich gebeten, Versammlungen nur virtuell durchzuführen.

Private Inlandsreisen sind weiterhin praktisch nicht möglich, da das strenge Beherbergungsverbot unverändert in Kraft bleibt. Es wird auch keine Lockerungen für Angebote ohne oder mit minimalem Infektionsrisiko geben, das heißt, auch Übernachtungen in Ferienwohnungen, Wohnmobilen oder Wohnwagen mit eigener Sanitäranlage sind in Deutschland weiterhin untersagt.

Auslandsreisen sind dagegen ohne definierte Einschränkungen möglich. Es wird lediglich appelliert, auf nicht zwingend notwendige Reisen zu verzichten. Neu ist nur, daß eine generelle Testpflicht vor einem Rückflug als Voraussetzung zur Einreise eingeführt wird, unabhängig vom dortigen Infektionsgeschehen. Rückkehrer mit anderen Verkehrsmitteln werden nicht ausdrücklich erwähnt. -  Bei Rückreisen aus Risikogebieten (7-Tages-Inzidenz über 50) bleibt eine anschließende Quarantäne verpflichtend (10 Tage, kann nach 5 Tagen durch negativen PCR-Test beendet werden), bei Rückreisen aus Gebieten mit Virusmutanten-Aufkommen gelten noch striktere Regeln (verbindliche Quarantäne von 14 Tagen).

Nach den Ostertagen setzen die Regierungschefs /-chefinnen auf eine verstärkte Anwendung von Schnell- oder Selbsttests. Mit steigender Verfügbarkeit sollen flächendeckende Tests in Kindergärten und Schulen eingeführt werden, "baldmöglichst werden zwei Testungen pro Woche angestrebt". Auch Unternehmen werden - neben der zu bevorzugenden Home Office-Regelung - aufgefordert, den Beschäftigten regelmäßige Testangebote zu unterbreiten.

Für die von der Pandemie und den Verordnungen besonders betroffenen Wirtschafts-Branchen mit teils in ihrer Existenz bedrohten Betrieben - die Gastronomie, der Einzelhandel, die Kulturschaffenden und die Veranstaltungs-Branche, die Beherbergungs-Betriebe sowie die Tourismus-Branche - gibt es weiterhin keine realistische Perspektive einer Besserung in absehbarer Zeit. - Die nächste Runde der Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten /-tinnen ist auf den 12. April terminiert. Ob der Shutdown dann weiter bis in den Mai verlängert wird ? (cs)


22.03.2021 - Vereine, Baumaßnahmen, Tourismus, Freizeit:

Zusätzliche Bank an 'Schöner Aussicht' in Heckhaus geplant

Eine Information des 'Verkehrsverein Much' :  Schönes Geschenk an Wanderer / Wanderinnen und Radler/innen :  Die Bank an der "Schönen Aussicht" im Heck ist sehr beliebt. Schon vor einigen Jahren planten wir eine neue Sitzgruppe, um mehr müden Waden eine Pause zu ermöglichen. Das hat damals leider nicht geklappt. Diese Sitzgruppe steht jetzt am Wasserbehälter zwischen Berghausen und Niederbonrath.

Aktuell wurde Frau Wermeister (Tourismusbüro) vom 'Bergischen Wanderland' ein "Waldsofa" (in Much "Relax-Bank") angeboten, mit der Bitte, dieses an der "Schönen Aussicht" aufzustellen. Da auch wir immer wieder angesprochen wurden, vielleicht auch wegen Corona, bitte eine weitere Bank zu platzieren, machten wir einen neuen Versuch. Ein nettes Gespräch, direkt mit dem Besitzer der Fläche, führte dann schnell zum gewünschten Ergebnis. In Kürze wird die geschenkte Bank angeliefert. Die müden Waden werden es uns danken !
für den Vorstand, Hartmut Erwin


22.03.2021 - Vereine, Soziales:

'Frühjahrsputz' erledigt, Umbau am 'Schnuller' angepackt

Umbau am "Schnuller" : viele Hände, schnelles Ende - (Foto : 'HEPress')

Eine Information des 'SKeinz'-Kreiselteams :  Wir leben in Zeiten, in denen es wenig zu lachen gibt, einerseits. Aber umso wichtiger sind auch kleine Glanzlichter, andererseits. Deshalb haben wir uns letzten Samstag den Kreisel vorgenommen :  Die Firma Roth hatte schon die fachgerechten, gärtnerischen Arbeiten erledigt. Unsere Männer erledigten die Restarbeiten - der optische Eindruck : adrett.

Für den Schnuller hatten wir seit einiger Zeit eine andere Idee :  Drei Kiesflächen sollten ausgehoben, der Kies abtransportiert werden. Diese Flächen waren vor vielen Jahren angelegt worden, um die darauf platzierten großen landwirtschaftlichen Geräte besser zur Geltung kommen zu lassen. Mit der Zeit passierte dort aber das gleiche wie in den modischen Steingärten :  Umherfliegende Samen sorgen für ungewollten Grünbewuchs der Steinflächen.

Als kleinen Beitrag gegen das Insektensterben haben wir mageren Boden in die freien Flächen eingebracht. Zeitnah werden wir Samen für hoffentlich schöne Wildblumenwiesen ausstreuen. Auf das Ergebnis sind wir schon jetzt gespannt. Mehrere Passanten beobachteten mit Wohlwollen unsere Arbeiten und stimmten der Veränderung ausdrücklich zu : "gutes Vorbild !"


22.03.2021 - Landesregierung, Wirtschaft, Gesundheit, Recht:

Landesregierung schränkt Einzelhandel wieder stärker ein

Eine Information der Landesregierung NRW :  Aufgrund der heutigen Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Nordrhein-Westfalen zur vorläufigen Außervollzugsetzung der Beschränkungen für den Einzelhandel hat das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales umgehend am Montag, 22. März, eine angepasste Corona-Schutzverordnung erlassen.

Die vom Oberverwaltungsgericht ausdrücklich als insgesamt verhältnismäßig eingestuften Beschränkungen für den Einzelhandel bleiben damit weiterhin bestehen. Dies gilt vor allem für die Beschränkungen in den Geschäften, die erst seit dem 8. März mit Terminvereinbarung ("Click and Meet") und einer Personenbegrenzung von einer Kundin/einem Kunden je 40 Quadratmeter Verkaufsfläche öffnen dürfen.

Da das Oberverwaltungsgericht eine unzulässige Ungleichbehandlung darin gesehen hat, dass Schreibwarengeschäfte, Buchhandlungen und Gartenmärkte ab dem 8. März ohne diese Beschränkungen öffnen durften, gelten die Pflicht zur Terminvereinbarung und die 40 Quadratmeter-Begrenzung mit der jetzt geänderten Verordnung auch für diese Geschäfte.

Minister Laumann : "Die Landesregierung setzt die Maßgaben des Gerichts konsequent um. Damit werden aus Gleichheitsgründen auch für Schreibwarenläden, Buchhandlungen und Gartenmärkten Terminvereinbarungs-Lösungen vorgesehen. Wichtig ist, dass das Gericht grundsätzlich die Verhältnismäßigkeit unserer Maßnahmen erneut bestätigt hat. Alles Weitere ist nach der heutigen Ministerpräsidenten-Konferenz zu entscheiden."


22.03.2021 - Wirtschaft, Gesundheit, Recht:

Beschränkungen im Einzelhandel vorläufig außer Vollzug

Bis zu einer rechtskonformen Neuregelung durch die Landesregierung darf der Einzelhandel in Nordrhein-Westfalen derzeit nahezu uneingeschränkt öffnen. Diese Entscheidung vom vergangenen Freitag hat das Oberverwaltungsgericht in Münster heute mittag bekanntgegeben :

Eine Information des Oberwaltungsgerichts für das Land NRW :  Das Oberverwaltungsgericht hat mit - heute bekannt gegebenem - Beschluss vom 19. März 2021 auf den Eilantrag eines 'Media-Marktes' die Vorschriften der Corona-Schutzverordnung zur Beschränkung des Einzelhandels vorläufig außer Vollzug gesetzt, weil sie mit dem Gleichbehandlungs-Grundsatz nicht vereinbar sind.

Auf der Grundlage der aktuellen nordrhein-westfälischen Corona-Schutzverordnung können seit dem 8. März 2021 wieder alle Einzelhändler öffnen. Für die schon bislang von einer Schließung ausgenommenen Geschäfte (etwa Lebensmittelhandel) bleibt es bei der bisherigen Regelung, die eine Kundenbegrenzung auf eine Person pro 10 Quadratmeter Verkaufsfläche beziehungsweise pro 20 Quadratmeter für die 800 Quadratmeter übersteigende Gesamtver­kaufsfläche vorsieht. Im übrigen Einzelhandel ist der Zutritt grundsätzlich nur für einen Kunden pro 40 Quadratmeter Verkaufsfläche und auch nur nach vorheriger Terminvergabe zulässig. Ausgenommen sind hiervon allerdings die zuvor ebenfalls geschlossenen Buchhandlungen und Schreibwarengeschäfte. Gleiches gilt für Blumengeschäfte und Gartenmärkte, die bislang nur verderbliche Schnitt- und Topfblumen sowie Gemüsepflanzen und Saatgut verkaufen durften. Für sie gelten ebenfalls die günstigeren Öffnungsmodalitäten. Diese Regelungen hat das Oberverwaltungsgericht nun insge­samt vorläufig außer Vollzug gesetzt.

Zur Begründung hat der 13. Senat ausgeführt :  Die Beschränkungen verstießen in ihrer derzeitigen Ausgestaltung gegen den verfassungsrechtlichen Gleichbehandlungs-Grundsatz. Bei der Pandemie-Bekämpfung bestehe zwar ein Gestaltungsspielraum des Verordnungsgebers, der sich in einer komplexen Entscheidungssituation befinde und nur mit Prognosen zu den Auswirkungen von Beschränkungen und Lockerungen arbeiten könne. Es sei auch zulässig, schrittweise zu lockern, wobei es zwangsläufig zu Ungleichbehandlungen verschiedener Bereiche komme. Der Ver­ordnungsgeber habe es deshalb grundsätzlich für Geschäfte wie den Lebensmittel-Einzelhandel bei den bisherigen Regelungen belassen dürfen, während für andere Betriebe vorläufig nur eine reduzierte Kundenzahl zugelassen werde und eine vorherige Terminbuchung erforderlich sei. Die schrittweise und kontrollierte Öffnung weiterer Bereiche des Handels müsse aus Gründen der Gleichbehandlung nicht zwingend mit einer Verschärfung der Öffnungsbedingungen für die bereits bislang von der Schließung ausgenommenen Geschäfte einhergehen.

Der Verordnungsgeber über­schreite aber seinen Spielraum, wo ein einleuchtender Grund für eine weitere Differenzierung fehle. Dies sei der Fall, soweit nunmehr auch Buchhandlungen, Schreibwarenläden und Gartenmärkte mit ihrem gesamten Sortiment unter vereinfachten Bedingungen (größere Kundenzahl, ohne Terminbuchung) betrieben werden dürften. Es erschließe sich nicht und werde durch den Verordnungsgeber auch nicht begründet, warum dessen Annahme, diese Betriebe deckten ebenfalls eine Art Grundbe­darf, für sich genommen andere Öffnungsmodalitäten rechtfertigen sollte als beim übrigen Einzelhandel. Da nach der nunmehr geltenden Rechtslage sämtliche Geschäfte öffnen dürften, könne das Kriterium, ob ein Warensortiment Grundbedarf sei, eine Besserstellung nicht mehr ohne Weiteres begründen. Erforderlich wäre vielmehr, dass der angenommene Grundbedarf gerade die Differenzierung in den Öffnungsmodalitäten nahelege.

Wegen des untrennbaren Zusammenhangs der Regelungen zum Handel hat das Gericht diese insgesamt vorläufig außer Vollzug gesetzt. Das bedeutet, dass ab so­fort im gesamten Einzelhandel in Nordrhein-Westfalen keine Kundenbegrenzung pro Quadratmeter mehr gilt und das Erfordernis der Terminbuchung entfällt. Der Senat hat allerdings darauf hingewiesen, dass es dem Land unbenommen ist, auch kurzfristig eine Neuregelung zu treffen, die keine unzulässigen Differenzierungen enthält. Die durch den 'Media-Markt' geltend gemachten grundlegenden Bedenken an der Verhältnismäßigkeit der Beschränkungen für den Einzelhandel teilte der Senat nicht. Insbesondere sei die Beschränkung der Grundrechte der Einzelhändler angesichts der gravierenden Folgen, die ein erneuter unkontrollierter Anstieg der Neuansteckungen für Leben und Gesundheit einer Vielzahl von Menschen hätte, voraussichtlich gerechtfertigt. - Der Beschluss ist unanfechtbar. (Aktenzeichen : 13 B 252/21.NE)


22.03.2021 - Umwelt, Technik, Soziales:

Auch die April-Termine des 'Repair Café' fallen aus

Im vergangenen Sommer haben wir alle Möglichkeiten ausgeschöpft - (Foto : 'HEPress')

Eine Information des 'Repair Café Much' :  In der vergangenen Woche hatten wir eine Besprechung im Ordnungsamt der Gemeinde. Dabei wollten wir ausloten, unter welchen Bedingungen das 'Repair Café Much' den Betrieb weiterführen könnte. Es wurde alles diskutiert und bedacht. Selbst bei maximalem Wohlwollen ist es nicht möglich, Termine im April anzubieten. Es ist ja zu befürchten, dass die Maßnahmen gegen Corona in dieser Woche eher verschärft werden, weitere Lockerungen sind sehr unwahrscheinlich. Wir beobachten die weiteren Entwicklungen und bleiben auch in Kontakt mit dem Gemeinde-Ordnungsamt. Wir hoffen das Beste, bleiben Sie gesund und geduldig !

Gerne können weiterhin alte Handys bei Ingeborg Buschmann, Danziger Straße 4, oder bei Hartmut Erwin, Scheid 29, in den Brief-Kasten "entsorgt" werden. Um alles andere kümmern wir uns dann. Danke im Voraus !
das Repair-Team


21.03.2021 - Schulen, Baumaßnahmen:

Heizungsausfall an Gesamtschule dauert noch drei Tage an

An der Gesamtschule Much fällt der Präsenz-Unterricht für die Jahrgangsstufen 5 bis 9 für weitere drei Tage aus. Ursache ist der durch einen Defekt verursachte Ausfall der Heizungsanlage in den Altbauten des Schulzentrums (siehe dazu Meldung vom 19.03.). Damit wird eine zwischenzeitliche gegenteilige Information der Schulleitung der Gesamtschule zurückgenommen.

Zur Begründung wird genannt, daß die Temperaturen in den Klassenräumen deutlich unter 10 Grad gesunken seien, die Wetterprognosen dazu keine Besserung erwarten lassen. Nach derzeitigem Kenntnisstand sollen die Schulgebäude ab Donnerstag (01.04.) wieder beheizt werden, so daß der Präsenz-Unterricht dann auch für die unteren Jahrgangsstufen wiederaufgenommen werden könne. (cs)


20.03.2021 - Baumaßnahmen, Verkehr:

L 312 bleibt auf Overather Gebiet für elf Tage gesperrt

Pendlern in Richtung Rheinisch-Bergischer Kreis und zur Anschlußstelle der Autobahn 4 in Overath stehen erneut Behinderungen bevor. Nachdem im vergangenen Jahr der Kreisverkehr der Landesstraße 312 bei Marialinden und die Fahrbahn zum Naafbachtal hin saniert wurde, steht nun ein weiterer Streckenabschnitt an. Beginnend von der Gemeindegrenze bei Fischermühle bis zum Abzweig der in Richtung Seelscheid führenden L 318 wird die Fahrbahndecke bei einer Vollsperrung erneuert.

Die Bauarbeiten werden seitens der Stadt Overath im Auftrag des zuständigen Baulastträgers, des 'Landesbetrieb Straßen NRW', ausgeführt. Sie beginnen am Montag (22.03.) und werden der Planung nach über elf Tage bis vor das verlängerte Osterwochenende andauern. Dementsprechend soll die Sperrung nach der Fertigstellung der Arbeiten im Laufe des 1. April aufgehoben werden

Eine Umleitung ist - wie schon im vergangenen Jahr - ab dem Gewerbegebiet Bövingen über die Landesstraße 360 via Overath-Landwehr und -Marialinden zum Kreisverkehr 'An der Sonne' mit gelben Schildern als "U13" ausgewiesen. Alternativ kann auch die besser ausgebaute L 318 von Seelscheid-Oberheister zur L 312 befahren werden. Die (rheinisch-bergische) Kreisstraße 37 ist dagegen zwischen Overath-Falkemich und der L 312 gesperrt. (cs)


20.03.2021 - Verkehr, Polizeimeldungen, Feuerwehr:

Transporter stürzte von der Werschtalstraße auf eine Weide

Als fahruntauglich bezeichnete die Polizei einen Autofahrer, der heute am Freitagmittag (19.03.) zwischen Marienfeld und Wersch von der Landesstraße 312 abkam. Gegen 13.30 Uhr befuhr der 56-jährige Nümbrechter die Werschtalstraße bergauf, als er kurz hinter dem Abzweig nach Berzbach linksseitig von der dort geraden Strecke abkam. Der 'VW Transporter' stürzte die Böschung hinab, wobei er zum Glück die Bäume am Fahrbahnrand verfehlte. Rund vier Meter unterhalb der Fahrbahn kam der Kleintransporter auf der Fahrerseite liegend zum Stillstand.

Glück im Unglück : Sowohl der Fahrer als auch ein an Bord befindlicher Hund blieben bei dem Aufschlag unverletzt. Der Nümbrechter wurde zur Vorsicht vor Ort von Notfallsanitätern untersucht, ein Alkoholtest ergab einen Wert von rund 1,3 Promille. Nach der Bestätigung des Ergebnisses durch eine nachfolgende Blutuntersuchung auf der Polizeiwache droht ihm der Führerscheinentzug. (cs)


19.03.2021 - Schulen, Baumaßnahmen:

Heizungsausfall im Schulzentrum Much, Dauer noch unklar

Nach nur zwei Tagen mußte für einen Großteil der Schüler/innen der Gesamtschule Much der Präsenz-Unterricht wieder ausgesetzt werden. Grund sind nicht etwa so hohe Corona-Infektionszahlen wie in Ruppichteroth, wo Schulschließungen geplant waren, vom Ministerium aber nicht genehmigt wurden. Die Ursache in Much liegt tiefer, und zwar unter der Erde :  Die Heizungsanlage der Altbauten des Schulzentrums ist wegen eines Defekts ausgefallen. Davon betroffen sind mehrere Gebäude, im einzelnen die Räume der früheren Realschule und der früheren Hauptschule, der Anbau mit der Mensa, die benachbarten Sporthallen und das Hallenbad, ferner die Villa an der Schulstraße (frühere Musikschule).

Der Grund des Ausfalls liegt nicht an der Gas-Brennwert-Heizung selbst, sondern an einer Haupt-Heizungsleitung im Bereich eines Kriechkellers. Diese Leitung, so die Gemeindeverwaltung auf Anfrage, sei an einer Verbindung abgeschert. Wann die Reparatur erfolgen kann, werde derzeit noch ermittelt und sei von den Lieferzeiten benötigter Materialien abhängig. Ob der zunächst bis Freitag ausgesetzte Präsenz-Unterricht am kommenden Montag wieder aufgenommen könne, stehe noch nicht fest. Diese Entscheidung läge im Ermessen der Schulleitung.

Diese informierte die Eltern der Schüler/innen in dieser Woche, daß "die winterlichen Witterungsverhältnisse und die damit verbundene Gesundheitsgefährdung bei einem Aufenthalt in völlig ungeheizten Räumen keine andere Entscheidung zulasse", als zeitweise zum Distanz-Unterricht zurückzukehren. Davon betroffen sind die Jahrgangsstufen 5 bis 9, wobei für maximal 20 Kinder der 5. und 6. Klassen eine Notbetreuung angeboten werden kann. Für die Jahrgänge 10, EF (Wechselmodell), Q1 und Q2 gebe es weiterhin Präsenz-Unterricht - der erst zum laufenden Schuljahr eingeweihte Neubau ist nicht von dem Ausfall der Heizung betroffen. (cs)


19.03.2021 - Verkehr, Baumaßnahmen:

Dritte Vollsperrung der A 3 zwischen Siegburg und Lohmar

Eine Information der 'Autobahn GmbH' :  Auf der Autobahn 3 zwischen dem Autobahnkreuz Bonn / Siegburg (32) und der Anschlussstelle Lohmar (31, Fahrtrichtung Köln) ist die Fahrbahn in weiten Streckenabschnitten massiv beschädigt. Von Freitag (19.03.), 19 Uhr, bis Montag (22.03.), 5 Uhr, ist die A 3 aufgrund der umfangreichen Reparaturarbeiten zwischen dem Autobahnkreuz Bonn / Siegburg (32) und der Anschlussstelle Lohmar (31) in Fahrtrichtung Köln vollgesperrt. Eine Umleitung über die A 560 und A 59 ist mit rotem Punkt ausgewiesen.

Aufgrund des zu erwartenden starken Verkehrsaufkommens und wahrscheinlichen Rückstaulagen auf der A 3 werden Verkehrsteilnehmer gebeten, den Bereich nach Möglichkeit weiträumig zu umfahren und alternative Routen zu wählen, wie zum Beispiel über die A 59. Insbesondere der Fernverkehr sollte möglichst bereits ab Wiesbaden oder Frankfurt auf die linksrheinische Nord-Süd-Tangente (A 1 / A 61) ausweichen.


19.03.2021 - Polizeimeldungen:

Falsche Gewinnversprechen, Seniorin vor Betrug bewahrt

Eine Information der Kreispolizeibehörde :  Zwischen dem 16.03. und dem 18.03.2 erhielt eine 75-Jährige aus Much mehrere Anrufe von einer unbekannten Frau, die ihr mitteilte, sie habe einen sechsstelligen Eurobetrag gewonnen. Damit der Gewinn ausgezahlt werden könne, sollte die Seniorin Wertgutscheine bei einem Discounter kaufen und die Nummern telefonisch durchgeben. Die Mucherin folgte den Anweisungen, kaufte Gutscheine im Wert von 200 Euro und teilte die Nummern mit.

Am 18.03. kam ein erneuter Anruf. Diesmal von einer Frau, die sich als Mitarbeiterin des Finanzamtes Berlin ausgab. Die Anruferin wies die 75-Jährige an, 4.000 Euro auf ein Auslandskonto zu überweisen. Dabei würde es sich um Bearbeitungsgebühren und Transfergebühren handeln. Erst danach würde die Gewinnsumme ausgezahlt. In der Hoffnung auf die hohe Geldsumme ging die Seniorin zu ihrer Bankfiliale in Much und wandte sich an eine Angestellte, um die Überweisung auf das Auslandskonto vorzunehmen.

Die Mitarbeiterin der Bank schöpfte sofort Verdacht und erklärte der Kundin, dass es sich wahrscheinlich um einen Betrugsversuch handeln würde. Dies war der 75-Jährigen einsichtig. Sie war dank der umsichtigen Bankmitarbeiterin vor einem weiteren finanziellen Schaden bewahrt worden und erstattete eine Anzeige bei der Polizei.


16.03.2021 - Kreisverwaltung, Gesundheit:

'AstraZeneca'-Impfungen ausgesetzt, Ü 80 nicht betroffen

Eine Information der Kreisverwaltung :  Auf Empfehlung des 'Paul-Ehrlich-Instituts' (PEI) hat die Bundesregierung gestern (15. März) entschieden, Impfungen mit dem Impfstoff des Herstellers 'AstraZeneca' bis auf weiteres auszusetzen.

"Falls Sie einen Impftermin vereinbart haben, für den der Impfstoff von 'AstraZeneca' vorgesehen war, nehmen Sie diesen bitte nicht wahr", appelliert Landrat Sebastian Schuster an alle "Impflinge". Dies betrifft hauptsächlich alle die Impfungen, die entsprechend der Corona-Impfverordnung für die priorisierten Berufsgruppen terminiert wurden. Da noch nicht klar ist, ob und wenn ja in welcher Form sich die neuen Erkenntnisse auf die Zulassung des Impfstoffes auswirken, werden die Termine nicht verschoben, sondern entfallen komplett.

Dies betrifft aktuell die Termine für die Erstimpfungen. Aber auch die Frage, ob und wann gegebenenfalls Zweitimpfungen mit 'AstraZeneca' wieder aufgenommen werden, ist derzeit noch nicht entschieden, denn das 'Paul-Ehrlich-Institut' empfiehlt, auch die Zweitimpfungen auszusetzen.

"Wir werden Sie über die Medien und unseren Internetauftritt informieren, wann und wo Ersatztermine vereinbart werden können, sobald wir hierzu nähere Hinweise haben", erläutert Landrat Sebastian Schuster und betont : "Ganz wichtig :  Die Impfungen für alle Einwohnerinnen und Einwohner unseres Kreises, die 80 Jahre und älter sind, sind davon nicht betroffen." Denn die Impfungen mit den Impfstoffen der Hersteller 'BioNTech' und 'Moderna' laufen wie geplant weiter.

Der Rhein-Sieg-Kreis hatte für diese Woche bereits 'AstraZeneca'-Impftermine an Angehörige priorisierter Berufsgruppen vergeben. Geplant waren - im Impfzentrum sowie in Schwerpunktpraxen - insgesamt rund 10.500 Termine. Zu den priorisierten Berufsgruppen gehören insbesondere Psychotherapeutinnen und -therapeuten, Physiotherapeutinnen und -therapeuten, Zahnärztinnen und Zahnärzte, Ärztinnen und Ärzte, deren medizinisches Personal, aber auch zum Beispiel Betreuerinnen und Betreuer.

Diese Personen waren zu einem Großteil nicht individuell eingeladen worden, sondern als Gruppe über deren Berufsverbände und werden grundsätzlich über diese auch über die Aussetzung der Impfungen informiert. Eine große Anzahl an Personen wurde aber auch individuell eingeladen. Soweit möglich werden auch sie kontaktiert, um sie über die Terminabsage zu informieren.


16.03.2021 - Polizeimeldungen:

Diebstahl nach Einbruch in Verkaufsraum einer Bäckerei

Eine Information der Kreispolizeibehörde :  In der Nacht zu Montag, 15.03., drangen unbekannte Täter in eine Bäckerei in Much an der Hauptstraße, nahe der Einmündung Adamsweg, ein. Sie hebelten die gläserne Schiebetür des Haupteingangs auf. Die Unbekannten entwendeten zwei Kasseneinsätze, die jeweils einen kleineren dreistelligen Geldbetrag enthielten. Wer verdächtige Beobachtungen gemacht hat, die mit dem Einbruch im Zusammenhang stehen könnten, wird gebeten, sich unter Telefon 02241 / 5413421 bei der Polizei zu melden.


15.03.2021 - Kreisverwaltung, Tiere, Gesundheit, Recht:

Geflügelpest : Hygienemaßnahmen einhalten, Tiere melden

Eine Information des Veterinäramtes des Rhein-Sieg-Kreises :  Um ein weiteres Ausbreiten der Geflügelpest zu verhindern, erinnert das Veterinäramt des Rhein-Sieg-Kreises alle Geflügelhalterinnen und -halter daran, besonders auf die Einhaltung von Hygienemaßnahmen zu achten. Dies betrifft vor allem die Auslauf- und Freilandhaltungen. So können Infektionen verhindert und einer möglichen Stallhaltungspflicht vorgebeugt werden.

Zudem müssen Geflügelhalterinnen und -halter ihre Tiere dem Veterinäramt und der Tierseuchenkasse melden. "Das betrifft auch Privatleute, die sich ein paar Hühner oder anderes Geflügel halten", sagt der Leiter des Veterinäramtes, Dr. Johannes Westarp. Gemeldet werden sollen - neben Hühnern - Bestände von Enten, Puten, Gänsen oder Wachteln.

In Deutschland sind seit dem 30.10.2020 mehr als 600 Geflügelpestfälle bei Wildvögeln und 59 Ausbrüche bei Geflügel, davon drei bei gehaltenen Vögeln in Tierparks, festgestellt worden. Außerdem meldeten 25 europäische Länder Wildvogelfälle beziehungsweise Ausbrüche bei gehaltenen Vögeln. Expertinnen und Experten stufen das Risiko, dass sich die Geflügelpest auf Wasservogel-Populationen oder auf Tiere in Wildparks oder Zoos ausbreiten könnte, als hoch ein. Im Rhein-Sieg-Kreis ist bisher noch kein Fall aufgetreten.

Die anzeigepflichtige Geflügelpest wird durch krankmachende Vogelgrippe-Viren (HPAI-Viren) verursacht. Die Viren werden durch Wildvögel, in der Regel durch Wassergeflügel wie beispielsweise Enten und Gänse, in Hausbestände übertragen. Die Übertragungswege können vielseitig sein, etwa über Ausscheidungen oder die gemeinsame Nutzung von Wasserquellen durch Haus- oder Wildgeflügel.

Das Ansteckungsrisiko für Menschen ist äußerst gering. Nur wer intensiven direkten Kontakt zu schwer erkranktem Geflügel hat, gilt als gefährdet. - Rückfragen zu diesem Thema beantwortet das Veterinäramt des Rhein-Sieg-Kreises telefonisch unter 02241 /13-2335 oder per E-Mail an  Öffnet ein Fenster zum Versenden einer E-Mailveterinaeramt(at)rhein-sieg-kreis.de .



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