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PKW strandete nach wilder Unfallfahrt übers Land in Much

Um kurz nach 21 Uhr wurde es am gestrigen Abend turbulent im Bereich des "Schnuller-Kreisels" in Höhe der Tankstelle in Much. Ein stark qualmender Kleinwagen war auf der Fahrbahn kurz vor der Einfahrt in den Hauptkreisel abgestellt, die Freiwillige Feuerwehr sogleich wegen des Fahrzeug-Brandes alarmiert worden. Glücklicherweise brach aber kein Feuer aus, so daß die Wehrleute sich auf die Gewährleistung des Brandschutzes, die Kontrolle des Fahrzeuges und das Abstreuen von ausgetretenen Betriebsstoffen beschränken konnten.

Die Ursache für die Rauchentwicklung war offensichtlich. Der 'VW Lupo' war frontseitig stark beschädigt, der Kühler leckgeschlagen. Zudem war der Kleinwagen vorne rechts auf einer arg ramponierten Felge mit rudimentären Fragmenten des Reifens bewegt worden. Augenscheinlich hatte die Überhitzung die Motors und der Felge zur Entstehung des Rauches geführt.

Bei der Absuche nach dem Grund für die Beschädigungen des Fahrzeugs wurde die Polizei in Ruppichteroth und Drabenderhöhe fündig. Insgesamt waren fünf Unfallstellen gemeldet worden, die auf das Konto der Autofahrerin gehen, unter anderem war der 'Lupo' gegen zwei Transporter und eine Packstation der Post geprallt. Trotz der massiven Beschädigungen hatte der PKW es daraufhin noch bis nach Much geschafft.

Die Autofahrerin war von allen Unfallstellen geflüchtet, auch vom Abstellort des Wagens hatte sie sich entfernt. Sie konnte aber kurz später von der Polizei in Much aufgegriffen werden. Die Polizei ließ das Fahrzeug sicherstellen, um der mutmaßlichen Fahrerin das Führen des Fahrzeugs anhand zu sichernder Spuren nachweisen zu können. Im Bereich der Einsatzstelle kam es zeitweise zu Verkehrsbehinderungen. (cs)

Die Meldung der Polizei schildert die Vorgeschichte des Vorfalls :

Eine Information der Kreispolizeibehörde :  Eine 49-jährige Autofahrerin hielt die Polizei in Atem :  Ein 26-jähriger Ruppichterother wurde am Dienstagabend (16.10.) gegen 20.20 Uhr von seiner Tochter auf eine Frau hingewiesen, die mit ihrem Auto auf einem Feldweg zwischen den Straße 'Am Dorfkreuz' und 'Alte Brunnenstraße' in der Ortslage Ruppichteroth-Kämerscheid stünde und um Hilfe rufe. Der junge Mann stieg umgehend in seinen Wagen und fuhr die wenigen hundert Meter zu der ihm persönlich bekannten Frau im roten Kleinwagen, um ihr zur Hilfe zu kommen. Die 49-jährige Frau im Wagen wollte keine Hilfe annehmen und der 26-jährige Helfer stieg in seinen Wagen, um weitere Hilfe zu alarmieren.

Während er in seinem weißen Kleintransporter saß, fuhr die 49-jährige Ruppichterotherin mit ihrem roten VW los und kollidierte mit der Seite des Transporters. Sie fuhr dann noch zwei- bis dreimal in die Fahrzeugseite, um dann anschließend über eine angrenzende Weide in Richtung 'Am Dorfkreuz' davonzufahren. An dem Citroen-Transporter entstand erheblicher Sachschaden.

Wenige Minuten nach dem Vorfall gingen über Notruf mehrere Meldungen ein, dass eine Frau in einem roten VW-Kleinwagen gegen die Fassade eines Supermarktes an der Brölstraße in Ruppichteroth gefahren sei. Als die Polizisten an der Unfallstelle ankamen, war die Frau mit ihrem Auto schon wieder verschwunden. Nach Zeugenangaben war die Frau auf den Parkplatz des Supermarktes gefahren und dann mit einer auf dem Parkplatz stehenden Packstation der Post kollidiert. Mit heulendem Motor und hupend fuhr die 49-Jährige im großen Bogen weiter und prallte gegen die Fassade des Marktes. Anschließend setzte sie ihre Fahrt in Richtung Much weiter fort. Die Packstation und die Gebäudefassade wurden beschädigt.

Während der Unfallaufnahme meldete sich die Polizei des Oberbergischen Kreises und machte Angaben zu einer Verkehrsunfallflucht. Nach Angaben der Kollegen soll die 49-jährige Ruppichterotherin gegen 20.55 Uhr mit ihrem VW in Wiehl-Drabenderhöhe gegen einen geparkten LKW gefahren und von der Unfallstelle geflüchtet sein. Zeugen hatten den Verkehrsunfall beobachtet und die Polizei verständigt.

Gegen 21.00 Uhr rief ein weiterer Unfallzeuge bei der Polizei an und gab an, dass er dem stark beschädigten roten VW folgen würde. Die letzte Meldung des Zeugen war dann, dass die 49-Jährige den Wagen auf einem Tankstellengelände an der B 56 in Much abgestellt habe und nun zu Fuß unterwegs sei. Da aus dem Wagen starker Rauch drang, wurde die Feuerwehr alarmiert. Offenes Feuer war jedoch nicht entstanden.

In der Zanderstraße konnte die Unfallfahrerin dann von der Polizei gestellt werden. Die augenscheinlich verwirrte und um Hilfe rufende Frau kam stationär ins Krankenhaus, da sie sich bei den Kollisionen schwer verletzt hatte. Ihr wurde eine Blutprobe wegen des Verdachts der Medikamenten- oder Drogeneinnahme entnommen. Ob sie im Besitz einer Fahrerlaubnis ist, ist noch unklar. Ihr roter VW wurde von der Polizei sichergestellt.

Ob der Polizei alle von der 49-Jährigen verursachten Verkehrsunfälle gemeldet worden sind, steht noch nicht fest. Mögliche Unfallgeschädigte werden gebeten, sich mit der Polizeiwache in Eitorf unter der Rufnummer 02241 / 5413421 in Verbindung zu setzen.

17. Oktober 2018


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