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Kabelverlegung zwischen Weißenportz und dem Naafbachtal im Oktober 2018

Sachstand des Breitbandausbaus in den Fördergebieten der Gemeinde

Ende August 2018 fand der erste, wenn auch symbolische, Spatenstich für den vom Bund und vom Rhein-Sieg-Kreis geförderten Breitbandausbau in den Teilen des Kreisgebietes statt, in denen zuvor keine Internet-Bandbreiten von mindestens 30 Megabit / Sekunde verfügbar waren. Dazu zählen insbesondere der Norden und der Osten des Kreisgebietes, darunter ein Großteil des Gemeindegebietes außerhalb der beiden Hauptorte, aber auch Teile dieser ( Öffnet einen internen Link im aktuellen Fensterwir berichteten ).

Gearbeitet wurde aber zunächst auf Hennefer Stadtgebiet, um einen Anschluß an die von Siegburg ins Siegtal führenden "Datenautobahn" herzustellen. Von dort wurde ein neuer Glasfaserstrang durch ein Leerrohr des Wahnbachtalsperrenverbands (WTV) bis nach Weißenportz im äußersten Westen Muchs gelegt. Hierher war vor rund zehn Jahren eine neue, größere Druckleitung vom Siegelsknippen in Siegburg aus verlegt worden, die alten, nicht mehr benötigten Rohre blieben im Boden. Vom Endpunkt der Rohre am Wasser-Hochbehälter zwischen Weißenportz und Schwellenbach aus begann im Oktober 2018 der Ausbau des Ausschreibungsloses "Rhein-Sieg Ost" in Much, das einem Konsortium von 'innogy' und 'netcologne' zugeteilt wurde.

Verlegearbeiten in offener Bauweise entlang der Landesstraße 318

Verkehrsteilnehmern, die regelmäßig die Landesstraße 318 zwischen Seelscheid oder Much und Overath befahren, sind die Arbeiten sicherlich nicht unbemerkt geblieben. Denn zunächst wurden Schwellenbach, Növerhof und die Höfe am Rand des Naafbachtals, darunter Klauserhof, mit neuen Glasfaser-Zuleitungen versorgt. Danach verlagerten sich die Arbeiten entlang des neuzuverlegenden Hauptstrangs nach Hevinghausen mit einem Abstecher nach Siefen. Hevinghausen wurde dabei auf einem Wirtschaftsweg im Westen des Ortes umgangen, um teurere Tiefbauarbeiten in der Ortsdurchfahrt zu vermeiden. Wie zu erfahren war, wurde zugleich eine neue Stromleitung verlegt.

Vom Osten Hevinghausens führt der neue Hauptstrang, der sich einmal durch das komplette Gemeindegebiet über Ruppichteroth bis Windeck und Eitorf ziehen wird, zunächst über Neuenhaus in Richtung Gippenstein. Von der L 312 aus wird es einen Abzweig nach Westen über Bövingen nach Eckhausen und Strünkerhof geben. Von diesem wiederum wird ein Abzweig Oberheiden, Tillinghausen, Gibbinghausen, Henningen und Heckhaus erschließen, zusätzlich wird ein Stich nach Gerlinghausen verlegt werden. Der Hauptstrang wird dagegen nach Much fortgeführt, wo Verästelungen drei Kabelverzweiger nördlich der Hauptstraße bedienen werden. Nach Süden ist ein kurzer Glasfaser-Stich nach Reichenstein, Loßkittel und Amtsknechtswahn vorgesehen, an den über Kupferkabel auch Roßbruch, Leverath und Teile von Bennrath angebunden werden.

Spezialfahrzeug / Verleger für das grabenlose Spülbohrverfahren, zeitweise waren drei dieser Geräte in Much im Einsatz

Von Much aus wird ein Leitungsstrang über Niederwahn und Niederbonrath, das selbst nicht angeschlossen wird, nach Herfterath führen, dem einzigen Ortsteil im östlichen Gemeindegebiet, der diesem Ausschreibungslos zugeschlagen wurde. Der Hauptstrang wird von Much über Marienfeld, das - zugehörig zum anderen Ausschreibungslos - nicht angebunden wird, nach Neßhoven fortgeführt, welches wiederum über 'innogy' und 'netcologne' versorgt wird. Derscheid, Löbach und Tüschenbonnen werden über eine Zuleitung aus Ruppichteroth versorgt werden.

Von der Hauptzuleitung in den Westen Muchs wird zudem ein Abzweig nach Markelsbach verlegt und, nach einer Kartendarstellung des Konsortiums zu urteilen, bis Scheid fortgeführt. Hetzenholz, Siefen, Springen, Neuenhaus, Niederbruchhausen, Niederheiden, Oberheiden, Scheid, Roßbruch, Leverath und Bennrath erhalten nach dem ursprünglichen Planungsstand keine eigenen Kabelverzweiger mit Glasfaser-Anschluß, werden aber an nahegelegene Leitungen angebunden, um eine der Ausschreibung gerechtwerdende Versorgung mit Datenraten von 50 Megabit, mindestens aber 30 Megabit / Sekunde zu gewährleisten.

Vorbereitung der Kabelverlegung unter einem Wirtschaftsweg bei Hevinghausen

Die Bauarbeiten im Ausschreibungslos "Rhein-Sieg Ost" haben bereits begonnen, obwohl der zugrundeliegende Förderbescheid immer noch nicht vorliegt. Man hat aber die "Genehmigung zum vorzeitigen Maßnahmenbeginn" ausgenutzt, um keine Zeit zu verlieren und den Abschluß des Ausbaus, für den zwei Jahre bis zum Spätsommer 2020 vorgesehen sind, nicht hinauszuzögern. Es sei seitens 'netcologne' zunächst geplant gewesen, schon diesen Winter eine Informations-Veranstaltung durchzuführen, um die Anlieger der nun bereits mit Glasfaser versorgten Ortsteile über vorzeitige Anschluß-Möglichkeiten zu unterrichten. Wegen des noch ausstehenden Förderbescheids sei dies derzeit auf das Frühjahr verschoben worden.

Maßgeblich für den noch fehlenden endgültigen Förderbescheid ist nach Auskunft der Gemeinde das Fehlen von detaillierten Daten der 'Telekom', der das Verteilnetz "auf der letzten Meile", also den Kupferleitungen zwischen den Kabelverzweigern und den Gebäuden gehört. Bürgermeister Norbert Büscher vermutet, man komme angesichts der Vielzahl der Baumaßnahmen im Land nicht nach, die notwendigen Daten aufzubereiten.

Auch das in Euskirchen beheimatete Unternehmen 'Eifel-Net', das den Zuschlag im "Sonderlos Much" (überwiegend der Osten und Süden der Gemeinde) von der Bundesnetzagentur zugesprochen bekam, habe inzwischen einen vorzeitigen Maßnahmenbeginn genehmigt bekommen. Dennoch verzögert sich der Baubeginn in dem betreffenden Gebiet weiterhin. Auch hier wird das Fehlen der Daten der 'Telekom' als Grund angeführt. Es ist zumindest zu befürchten, daß in diesem Gebiet die in der Ausschreibung geforderte Fertigstellung innerhalb von zwei Jahren in Gefahr ist, nachdem seit dem Spätsommer 2018 bereits mehr als vier Monate des ursprünglich geplanten Zeitraums verstrichen sind. Wann hier der Baubeginn erfolgt, ist noch offen.

Hoffnung auf eine schnellere Internet-Anbindung dürfen sich auch die Bewohner in Sommerhausen machen. Der Ortsteil war in keinem der Fördergebiete berücksichtigt worden - soweit bekannt, weil er der Bundesnetzagentur seitens der 'Telekom' als mit Bandbreiten von mindestens 30 Megabit / Sekunde als versorgt gemeldet worden war. In der Praxis werden in Sommerhausen aber viel geringere Bandbreiten erreicht.

Nun hat die Gemeindeverwaltung im - noch nicht verabschiedeten - Haushalt für 2019 eine Summe von 650.000 Euro eingeplant, um Sommerhausen, Leverath und auch Hillesheim im Zuge anderer Baumaßnahmen mit Leerrohr-Zuleitungen zu versorgen. Hier ist sogar ein zukunftssicherer FTTH-Ausbau mit Glasfaser-Zuleitungen zu den einzelnen Grundstücken vorgesehen. Wenn die teuren Tiefbauarbeiten mit Leerrohren abgeschlossen sind, dürfte es leichter sein, einen Versorger zu finden, der die geschaffene Infrastruktur nutzt, um Glasfaserkabel einzublasen.

Eine derartige Versorgung mit Leerrohren bis zu jedem Grundstück war zuvor bereits für die Gewerbegebiete Bitzen und Bövingen vorgesehen. Hier haben noch keine Bauarbeiten begonnen, weil die Maßnahmen noch mit den Fördermittel-Gebern abgestimmt werden müssen, um keinen förderschädlichen Ausbau in Angriff zu nehmen. Im neuen Gewerbegebiet Bövingen-West seien aber bereits Betriebe vom in Lohmar ansässigen Anbieter 'RSB' versorgt worden.

Überlegungen gibt es auch für den im Fördergebiet ebenfalls nicht ausreichend berücksichtigten Ortsteil Huven. Da die vorgesehene Kupfer-Anbindung von Markelsbach aus vermutlich nicht die gewünschten Bandbreiten ermöglichen wird, ist angedacht, die bereits vor zwei Jahren im Rahmen der Einbringung neuer Wasserleitungen mitverlegten Leerrohre mit einem FTTH-Verteilnetz auszustatten, das über Glasfaser - eventuell vom Gewerbegebiet Bitzen aus - angebunden werden kann.

Fazit ist, daß die Arbeiten im Ausbaugebiet von 'innogy' / 'netcologne' zügig voranschreiten, während im "Sonderlos Much" ('Eifel-Net') Verzögerungen zu erwarten sind, weil die 'Telekom' Probleme habe, die benötigten Ausbaudaten zu liefern, so 'Eifel-Net'-Geschäftsführer Michael Bergeritz. Für die im Förderverfahren nicht ausreichend berücksichtigten Ortsteile zeichnen sich Lösungen ab, die von der Gemeindeverwaltung vorangetrieben werden. (cs)
 

07. Januar 2019

Leitungsverlegung in offener Bauweise bei Hevinghausen
Das zu verlegende Glasfaser-Leitungsnetz in Ausschreibungslos "Rhein-Sieg Ost" mit Much (orange), Ruppichteroth (rot), Windeck (grün) und Eitorf (magenta), links die Anbindung an die "Datenautobahn" in Hennef


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