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Breitbandausbau im sogenannten Nahbereich des Hauptortes Much

Seit September sind die Kabelverzweiger im Mucher Nahbereich, hier in der Klosterstraße, im Umbau befindlich

Nicht nur in den beiden vom Rhein-Sieg-Kreis ausgeschriebenen Fördergebieten im Westen und Norden Muchs ("Los Rhein-Sieg Ost") sowie im Osten und Süden Muchs ("Sonderlos Much") ist der Ausbau des Breitbandnetzes vorgesehen beziehungsweise bereits im Gange. Auch der sogenannte Nahbereich um die bisherige Ortsverteilstelle in der Schulstraße wird derzeit mit schnelleren Anschlüssen ausgestattet.

Bei diesem Nahbereich handelt es sich um alle Teilnehmer, die direkt an dem "Hauptverteiler" oder an den vier Kabelverzweigern angeschlossen sind, die in maximal 550 Meter Kabellänge um das genannte Gebäude in der Schulstraße (an der Einmündung der Fritz-Wilhelm-Straße) stehen. Dabei handelt es sich um die Kabelverzweiger vor dem "Klösterchen" in der Klosterstraße, vor der evangelischen Kirche in der Schulstraße, an der Einmündung der Schulstraße in die Zeithstraße sowie unmittelbar westlich des oberen Kreisels der Hauptstraße.

Grob gesagt gehört ein Großteil des Hauptortes zu diesem Nahbereich. Ausnahmen sind die Straßen nördlich der Hauptstraße. Allerdings zählen der mittlere und östliche Abschnitt der Danziger Straße, der westliche Teil der Zanderstraße, der mittlere Abschnitt der Dr.-Wirtz-Straße und die Straße 'Auf dem Beiemich' noch zum Nahbereich, weil diese an einem der oben aufgezählten Verteiler angeschlossen sind. Die Hauptstraße selbst ist bis auf den Bereich der Häuser zwischen Rathaus und Dr.-Wirtz-Straße ebenfalls dem Nahbereich zuzurechnen. Südlich der Hauptstraße gehört der Bereich Lindenstraße, Lindenweg, Hofsberg, Adamsweg und Talweg nicht zum Nahbereich. Auch der zweite Bauabschnitt des Neubaugebiets 'Eltersbach', Reichenstein und Bernsaueler Berg sind hier nicht betroffen. Dagegen sind die Ortsteile Hohr, Niederbruchhausen und Kreizhof sowie die Kantstraße im Westen Muchs dem Nahbereich zugehörig.

Dieser Nahbereich wurde technisch bislang nur von der 'Deutsche Telekom' versorgt. Neuerungen zeichneten sich bereits dadurch ab, daß die 'Telekom' den Teilnehmern im Nahbereich schon 2018 alle VDSL-Anschlüsse mit Bandbreiten von mehr als 16 Megabit / Sekunde gekündigt hatte. Hintergrund ist, daß der Nahbereich von der Bundesnetzagentur dem Anbieter 'Eifel-Net' zugeteilt wurde, weil dieser im Gemeindegebiet die meisten Kabelverzweiger betreut. Zudem habe sich die 'Telekom' anders als von deren Callcenter behauptet nicht um den Hauptbereich bemüht.

Die 'Telekom' darf den Teilnehmern im Nahbereich ab Februar 2019 nur noch ADSL-Anschlüsse mit maximal 16 Megabit / Sekunde Übertragungsrate anbieten - diese aber ohne Zeitbegrenzung, solange das Unternehmen die Ortsverteilstelle in der Schulstraße nicht aufgibt. Diese Beschränkung gelte auch für die ohne zwischengeschalteten Kabelverzweiger an diesem Standort angeschlossenen Teilnehmer. Diese rund 100 Anschlüsse liegen in der Talstraße und dem Heldweg sowie in Teilen von Schulstraße, Birkenweg und Eulenweg.

Mit dem Breitbandausbau des Nahbereichs hat die insbesondere im Osten des Gemeindegebietes bereits bekannte, aber nicht unumstrittene Firma 'Eifel-Net' bereits mit dem Herbstbeginn angefangen. In einer Informations-Veranstaltung in der Aula des Schulzentrums am Donnerstagabend (03.01.) erläuterte deren Geschäftsführer Michael Bergeritz nun die weitere Vorgehensweise.

Demnach wurden die zum Nahbereich gehörigen Kabelverzweiger bereits mit eigenen Glasfaser-Zuleitungen ausgestattet. Teilnehmer, die zum neuen Anbieter wechseln möchten, werden dann in den Verzweigern umgeklemmt. An den Kupferleitungen auf der "letzten Meile" vom Kabelverzweiger zu den Gebäuden ändert sich nichts. Der Ausbau sieht also wie in den beiden großen Fördergebieten nur einen FTTC-Ausbau vor (Fiber to the Curb - Glasfaser bis zum Verteilerkasten).

Dennoch sollen im Nahbereich Bandbreiten von wahlweise - und nach technischen Möglichkeiten - 16, 30, 50 und 100 Megabit / Sekunde im Download angeboten werden. Durch "Super-Vectoring" seien zukünftig auch Übertragungsraten von bis zu 250 Megabit über die bisherigen Kupferkabel möglich. Als Upload-Rate sind bis zu 40 Megabit / Sekunde vorgesehen. Auch wenn Änderungen im nach wie vor der 'Telekom' gehörenden Verteilnetz kaum möglich seien, gebe es eine Stelle, an der möglicherweise ein zusätzlicher Kabelverzweiger aufgestellt werden könne. Der denkbare Standort wurde jedoch nicht genannt.

Eigentlich sollte das neue Angebot wie von der Bundesnetzagentur geplant im Februar zur Verfügung stehen. Dieser Termin sei nicht zu halten. Als Begründung wurde beispielhaft einer der alten Kabelverzweiger angeführt. Dieser sei teils mit Beton vollgeschüttet worden - inclusive von Leitungen. Ein Zugriff sei dort kaum möglich, ohne bestehende Leitungen zu beschädigen. Hier warte man auf Abhilfe der bislang zuständigen 'Telekom'. So könne sich das Aufschalten auf die neuen Glasfaser-Zuleitungen bis April verzögern. Aber auch eine vorzeitige Inbetriebnahme einzelner Kabelverzweiger sei denkbar.

Die 'Telekom' habe eine Absage erteilt, die Glasfaserzuleitungen von 'Eifel-Net' anzumieten, um selbst VDSL-Angebote im Nahbereich zu machen. Laut Bürgermeister Büscher sei die 'Telekom' zwar von ihrem früheren Grundsatz abgerückt, sich nicht in fremde Infrastrukturen einzumieten, jedoch würde man dies nicht bei kleinen Anbietern vornehmen - zu diesen gehört 'Eifel-Net'. Bandbreiten von mehr als 16 Megabit / Sekunde sind seitens der 'Telekom' im Nahbereich also in absehbarer Zeit nicht zu erwarten.

Ob 'Netcologne' - im Verbund mit 'innogy' Gewinner des Förderloses "Rhein-Sieg Ost" und daher künftig ebenfalls in der Gemeinde aktiv - sich im Nahbereich einmietet und dort Leistungen anbietet, sei noch offen. Grundsätzlich stehe die Infrastruktur von 'Eifel-Net' Dritten zur Verfügung, es habe aber noch niemand die Absicht erklärt, dieses Angebot auch nutzen zu wollen.

'Eifel-Net'-Geschäftsführer Michael Bergeritz äußerte sich auch bereits zu einem Beispieltarif. Demnach würde ein VDSL-Anschluß mit 50 Megabit / Sekunde Download-Rate (minimal 30 Mbit/s) und 10 Megabit / Sekunde Upload-Rate (minimal 2 Mbit/s) inclusive Telefon-Anschluß 39,90 Euro monatlich kosten, worin zehn Prozent für die Miete der "letzten Meile" von der 'Telekom' enthalten seien. Zusätzliche Rufnummern (bis zu zehn) könnten kostenpflichtig hinzugebucht werden.

Eine Telefon-Flatrate sei im Grundtarif nicht enthalten, weil sie von vielen aufgrund der verbreiteten Smartphone-Nutzung nicht benötigt würde. Diese Flatrate könne jedoch für 4,99 Euro monatlich hinzugebucht werden. Die einmalige Anschlußgebühr betrage 69 Euro. Andere Tarife wurden noch nicht genannt, sie seien auch auf der Website des Unternehmens noch nicht einsehbar. 

Eine Volumenbegrenzung der Internet-Nutzung werde es aber ausdrücklich nicht geben. Dies gelte nicht nur für den Nahbereich, sondern nach dem Ausbau auch für das Gebiet des 'Eifel-Net' zugeschlagenen "Sonderloses Much" im Osten und Süden der Gemeinde. Alle Bereiche in Much würden vom Unternehmen gleichbehandelt, auch bezüglich der angebotenen Tarifstruktur.

Ein Speedtest für individuelle Adressen sei im Vorfeld nicht möglich. Ein solcher könne erst nach Einrichtung eines neuen Anschlusses durchgeführt werden. Wenn das gebuchte Volumen technisch nicht erreicht werden kann, könne der Vertrag heruntergestuft werden. Ein späterer Ausbau des Nahbereichs in FTTH-Technik (Fiber to the Home - Glasfaser bis ins Haus) wird seitens 'Eifel-Net' nicht ausgeschlossen. Hierfür seien in der Zukunft Förderprogramme absehbar.

Aktuelle Informationen zum Status des Breitband-Ausbaus in den beiden Fördergebieten "Rhein-Sieg Ost" und "Sonderlos Much" folgen im Laufe des Wochenendes !

Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterSachstand des Breitbandausbaus in den Fördergebieten der Gemeinde

 

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04. Januar 2019


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