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Feuerschein der brennenden Scheune dringt durch das offene Stallgebäude, die Rauchsäule zieht nach Nordosten

Großbrand auf dem 'Hecknaaferhof' bei Esinghausen

Eine mächtige Rauchsäule zog am Dienstagmittag (11.02.) über das Heck im Norden des Gemeindegebiets. Gegen 11.50 Uhr war ein Brand in einer Scheune des 'Hecknaaferhof' bei Esinghausen bemerkt worden. Schon vor Eintreffen der ersten Kräfte der Mucher Feuerwehr wurde die Alarmierungsstufe erhöht. Mehrere Einheiten der Overather Feuerwehr, der Löschzug Seelscheid mit Unterstützung aus Neunkirchen sowie Einheiten aus Lohmar, Birk und Breidt wurden hinzugerufen. Letztlich waren 120 Feuerwehrleute im Heck im Einsatz.

Dort gab es reichlich Aufgaben. Während mehrere Angriffstrupps von verschiedenen Seiten gegen den Vollbrand der Scheune vorgingen, wurden über die Straße und einen Wirtschaftsweg lange Schlauchleitungen zu Hydranten in Heckhaus zur Wasserversorgung verlegt. Mittels einer Pumpe wurde zudem der für solche Fälle vorgesehene Löschteich des Hofes zur Wasserentnahme genutzt. Verschlammung setzte den Pumpen allerdings zu. Andere Landwirte füllten den Teich immer wieder auf, indem sie einen Pendelverkehr mit ihren Traktoren samt Tankanhängern durchführten.

Dieses war auch notwendig, da der Brand schon früh von der als Heulager genutzten Scheune über das Dach auf weitere Gebäudeteile übergriff. Muchs Wehrleiter Markus Büscher sprach später von einer "explosionsartigen Ausbreitung" des Feuers, begünstigt durch unvermeidbare Staubablagerungen im Heulager und die kräftigen Windböen, die immer wieder auffrischten. In der Scheune, in der das Feuer offenbar seinen Ausgang nahm, wurde auch ein 1.000 Liter fassender Dieseltank zerstört.

In der Folge erfaßten die Flammen den Bereich der Heizanlage des weitläufigen Hofes und Fahrzeugstellplätze in der angrenzenden Remise. Das Großfeuer ließ sich auch an einer überdachten Hofeinfahrt nicht aufhalten. Wiederum über den Dachstuhl sprang es auf die andere Hälfte des U-förmigen Gebäudekomplexes über. Erst bei Erreichen des Wohnhauses konnte der Brand mit vereinten Kräften aufgehalten werden, nachdem eine ausreichende Wasserversorgung hergestellt war. Der Löschangriff vom Boden, der Drehleiter und aus einem Dachfenster heraus mit insgesamt acht Löschrohren zeigte schließlich Wirkung.

Noch länger schlugen Flammen in den Himmel, über mehrere Stunden zogen sich die Löscharbeiten hin, bis das Feuer unter Kontrolle gemeldet werden konnte. Danach galt es, die Trümmer der großteils zusammengestürzten Holzgebäude abzulöschen. Immer wieder züngelten Flammen aus den Überresten der Gebäude und der darin untergestellten Fahrzeuge. Ein Teleskoplader, eine Ballenpresse mit Wickeleinrichtung sowie drei historische Nutzfahrzeuge wurden ein Raub der Flammen. Zwei Drittel des U-förmigen Gebäudekomplexes, insgesamt etwa 800 Quadratmeter, waren heruntergebrannt.

In Teilen des verschonten Wohnhauses entstand ein Wasserschaden vom umfangreichen Löschwasser-Einsatz im Bereich des Daches. - Nicht vom Feuer betroffen waren die beiden großen, aber baulich getrennten Stallgebäude. In einem, das durch eine Glaswand vor dem Rauch geschützt war, konnten die Rinder sogar verbleiben. Aus dem zweiten, das in Windrichtung des beißenden Rauchs lag, wurden die Tiere zu ihrem Schutz frühzeitig auf die Weiden geführt.

Die Rauchwolke zog über die nordöstlich gelegenen Ortschaften der Gemeinde nach Wiehl. Die dortige Feuerwehr wurde alarmiert. Es gab Geruchsbelästigungen, Messungen ergaben jedoch keine bedenklichen Werte. Die Bevölkerung war vorsorglich mittels Sirenen und über die Warn-App "NINA" auf die Situation aufmerksam gemacht worden. Eine Entwarnung erfolgte erst kurz vor 16 Uhr.

Neben der Vielzahl der Feuerwehrleute waren zudem Einheiten des 'DRK', der 'Johanniter' und der 'Malteser' im Einsatz, um die Verpflegung der Kräfte bei dem langfristigen Einsatz zu gewährleisten. Außerdem war die Löschgruppe Menden der Feuerwehr Sankt Augustin nach Much gekommen, um das Feuerwehrhaus zu besetzen und den Grundschutz bei denkbaren parallelen Einsatzlagen sicherzustellen.

Die Brandruinen, teils noch aufrecht stehende Stahlstützen mit Holzträgern samt Nagelbindern wurden von einem hinzugezogenen Fachberater des Technischen Hilfswerks als nicht standsicher bewertet. Das 'THW' sendete einen Radbagger zum Einsatzort, um die Trümmer einzureißen. Die Feuerwehr führte weiterhin Nachlöscharbeiten durch, die Personalstärke konnte im Laufe des Nachmittags aber stetig reduziert werden. Eine Löschgruppe blieb auch am Abend als Brandsicherheitswache vor Ort, um ein mögliches Wiederaufflammen von Brandresten bekämpfen zu können.

Auch am Folgetag lag laut Polizei noch kein Hinweis auf die Brandursache vor. Für die weiteren Ermittlungen soll ein Brandsachverständiger hinzugezogen werden. Anhand der Brandspuren und -reste läßt sich oft der Ausgangspunkt eines Feuers bestimmen. Ob auch die konkrete Ursache des Ausbruchs noch feststellbar ist, ist angesichts der weitgehenden Zerstörung der Gebäudeteile aber fraglich. (cs)
 

13. Februar 2020

 

 
Am Dienstag, dem 11. Februar, erfasste ein Feuer unseren Bauernhof und brannte binnen kürzester Zeit Scheune und Remise nieder. Obwohl uns allen der Schrecken noch in den Gliedern sitzt, sind wir doch dankbar über das sprichwörtliche "Glück im Unglück". Es hat dafür gesorgt, dass weder Menschen noch Tiere zu Schaden gekommen sind und Wohnhaus und Ställe von den Flammen verschont blieben.

Wir möchten uns hiermit von ganzem Herzen bedanken für die große Anteilnahme und tatkräftige Hilfe, welche wir von so vielen Seiten erhalten haben.

Bedanken möchten wir uns an erster Stelle bei allen Feuerwehrleuten, welche im Einsatz waren, beim THW, bei den Johannitern, dem DRK, den Maltesern und bei all den Landwirtskollegen, die uns mit ihren Traktoren und Wasserfässern zusätzlich mit Löschwasser versorgt haben. Auch die Angebote, mit Futter und Stroh auszuhelfen oder sogar Tiere aufzunehmen, waren großartig.

Dank auch für die zahlreichen Hilfsangebote und Trost spendenden, mitfühlenden Worte, die uns seit dem Ereignis telefonisch, über alle Medien erreichten und uns den Rücken gestärkt haben !  In diesen aufreibenden Stunden war es für alle Betroffenen ein sehr gutes Gefühl zu erleben, wie Menschen im Allgemeinen und eine Dorfgemeinschaft im Besonderen in einer Notsituation füreinander da sind !

Ein herzliches Dankeschön sagen Familie Höller, Freundeskreis und die Mitarbeiter/innen.
 

 

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