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Die knapp 700 Meter lange Querverbindung zwischen der B 56 (links) und der L 189 (rechts) - (Planung und Zeichnung : Ingenieurbüro Osterhammel GmbH, Nümbrecht) - Vergrößerung am Seitenende

Ausbau der Verbindungsstraße zwischen B 56 und L 189 bei Huven

Seit zweieinhalb Jahren ist die Hauptstraße im Mucher Ortszentrum in beiden Fahrtrichtungen für den LKW-Verkehr mit über 7,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht gesperrt. Zu diesem Zeitpunkt wurden auch die Beschilderungen der Umleitung über die Querverbindung zwischen der Bundesstraße 56 und der Wahnbachtalstraße (L 189) ergänzt. Seither wird die Strecke entlang des Steinbruchs und der Kläranlage Hillesheim in noch größerem Umfang vom Schwerlastverkehr genutzt als zuvor.

Der Bereich der Querverbindung in Höhe der Kläranlage nahe der L 189

Zählungen ergaben, daß die Verbindung täglich von 1.800 Fahrzeugen, davon 120 LKW, genutzt wird. Allerdings ist die Straße mit ihrer Fahrbahnbreite von rund fünf Metern nicht für den Begegnungsverkehr zweier LKW ausgelegt. In ihren engen Kurven kann es selbst zwischen LKW und PKW knapp werden. Auch die schlechten Sichtverhältnisse in den engen Kurven gehören zu den Defiziten der Straße.

Bei der Begegnung zweier LKW muß auf das Bankett ausgewichen werden

Zudem scheint der Unterbau nicht für diese Belastungen geeignet zu sein, wie die zahlreichen Ausbesserungen und die Beschädigungen in Form von einbrechenden Straßenrändern erkennen lassen. Vor einigen Jahren war die Fahrbahn im Bereich der Kurven verbreitert und mit zusätzlichen Leitpfosten ausgestattet worden. Aber alle Nachbesserungen konnten das grundsätzliche Problem der mangelnden Eignung der Verbindungsstraße nicht beseitigen.

Schlecht einsichtige, mehrfach ausgebesserte Kurvenkombination in der Mitte der Strecke

Nun nimmt die Gemeindeverwaltung einen Anlauf, die knapp 700 Meter lange Strecke komplett neu aufzubauen. Zu diesem Zweck erarbeitete ein beauftragtes Ingenieurbüro aus Nümbrecht zwei alternative Varianten - mit und ohne parallel verlaufendem Radweg. Zur Teilfinanzierung will man sich für ein Förderprogramm des Landes NRW namens "Kommunaler Straßenbau" anmelden, wodurch 70 Prozent der anfallenden Kosten übernommen würden.

Die Strecke wird beidseitig vom Schwerlastverkehr als Querverbindung genutzt

Beide Mitte Juni im Haupt- und Finanzausschuß der Gemeinde vorgestellten Varianten sehen einen neuen Grundaufbau der Straße von 60 Zentimetern Tiefe und eine Fahrbahnbreite von sechs Metern vor, welche einen problemlosen Begegnungsverkehr von LKW ermöglicht. Auch wenn die Fahrbahn damit mehr Platz benötigt, soll ihre Trasse - schon topographisch bedingt - nahezu gleich verlaufen.

Im Westen befindet sich die engste Kurve der Strecke, das Bankett wurde verstärkt

Aufgrund der Kläranlage, des stellenweise unmittelbar an die Fahrbahn heranreichenden Scheidbachs und von Grundstücks-Grenzen ist eine Erweiterung auf der West- beziehungsweise Südseite der Strecke nicht möglich. Dementsprechend soll die Verbreiterung auf der Ost- beziehungsweise Nordseite erfolgen. Hierfür muß an mehreren Stellen ein Teil der aus Fels bestehenden Böschung aufwendig abgetragen werden. Dies ist insbesondere für die Variante mit parallelem Fuß- und Radweg notwendig, da dieser ebenfalls auf der Nord-Ost-Seite ergänzt werden müßte

In dieser Kurve kann es auch bei einer Begegnung zwischen LKW und PKW eng werden

Dies bedeutet, daß neben der Fahrbahn und einem 1,75 Meter breiten Bankett zur Trennung noch ein 2,50 Meter breiter Fuß- und Radweg hinzukäme. Entsprechend groß wäre der notwendige Eingriff in die Böschung auf der Straßenseite des Steinbruchs. Diese soll steil abfallend gestaltet und bei Felsgrund mit Netzen gesichert werden. Da die in Besitz der Gemeinde befindliche Parzelle zu schmal für einen Ausbau ist, sei bei beiden Varianten Grunderwerb zu tätigen, in einem Fall 900 Quadratmeter, im anderen 1.400 Quadratmeter.

Für die Variante ohne Fuß- und Radweg hat das Ingenieurbüro Kosten von gut 960.000 Euro ermittelt. Diejenige mit zusätzlichem Geh- und Radweg würde mit knapp 1.591 Millionen Euro zu Buche schlagen. Die errechneten Kosten schließen die Planung, den Grunderwerb, Gutachten und den landschaftspflegerischen Ausgleich nicht ein. Bei einem Förderhöchstsatz von 80 Prozent der Kosten würde nach jüngsten Angaben der Gemeindeverwaltung mit einem Zuschuß von 70 Prozent gerechnet. Ohne das Förderprogramm sei es für die Gemeinde zu teuer, das Vorhaben anzupacken.

Die Fahrbahn wurde bereits vielfach ausgebessert, Risse und Flicken bestimmen das Bild

Trotz der Mehrkosten folgte der Ausschuß dem Vorschlag der Verwaltung bei einer Enthaltung einstimmig, die aufwendigere Lösung mit dem Fuß- und Radweg zur Grundlage des Förderantrags zu machen. Eine andere Entscheidung wäre "widersinnig" oder ein "Schildbürgerstreich", so die Äußerungen aus dem Gremium. Nach der Kostenberechnung und einer 70-prozentiger Förderung verbliebe ein Eigenanteil von 477.000 Euro bei der Gemeinde.

Zwar hätte ein solcher Radweg bislang nur auf der Seite der Bundesstraße 56 einen Anschluß an das regionale Radwegenetz, doch ist es das Bestreben der Gemeinde, langfristig auch einen Geh- und Radweg im Wahnbachtal zwischen der Querspange bei Huven und dem Herrenteich zu realisieren, wo er einen Anschluß in Richtung Much hätte. Ein solcher Radweg entlang der L 189 wäre auch aufgrund des verstärkten LKW-Verkehrs auf dieser Strecke geboten. (cs)
 

29. Juni 2020

Die knapp 700 Meter lange Querverbindung zwischen der B 56 (oben) und der L 189 (unten) mit parallel verlaufendem Geh- und Radweg (rosa) - (Planung und Zeichnung : Ingenieurbüro Osterhammel GmbH, Nümbrecht)

 

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