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Vor der Abfahrt zur Überführung der Kutsche in Nümbrecht - (Foto : Dr. Eckard Hilmer)

Oberbergische Postkutsche als neue Attraktion in Berzbach

Im vergangenen Jahr fiel der Entschluß, die "Oberbergische Postkutsche", die seit 1973 in Erinnerung an frühere Zeiten für touristische Zwecke zwischen Nümbrecht und Wiehl verkehrte, im 'Technik- und Bauern-Museum' in Berzbach auszustellen ( Öffnet einen internen Link im aktuellen Fensterwir berichteten ). Die Überführung fand nach entsprechenden Vorbereitungen am Donnerstag (23.07.) in stilgerechter Weise mit einem Antrieb von zwei Pferdestärken statt. Zuvor hatten der Gemeinderat von Nümbrecht und der vor kurzem gegründete Museumsverein dem Vorhaben zugestimmt.

Bislang verkehrte die im Jahre 1973 nach einem historischen kaiserlich-preußischen Vorbild gebaute Kutsche in den Frühjahrs- und Sommermonaten für touristische Zwecke zwischen Nümbrecht und Wiehl. In den vergangenen Jahren, so Nümbrechts Bürgermeister Hilko Redenius, hätten aber immer mehr Fahrten abgesagt werden müssen. Dies erfolgte nicht etwa wegen mangelnder Nachfrage, sondern weil die oftmals extremen Temperaturen den eingesetzten Pferden aufgrund des Gewichts der rund zwei Tonnen schweren Kutsche und des hügeligen Streckenprofils nicht mehr zumutbar gewesen seien. Daher erfolgte 2018 die Einstellung der regulären Fahrten.

Eigentlich sollte die "Oberbergische Postkutsche", für die in Nümbrecht durch den Umzug des Bauhofs kein Stellplatz mehr vorhanden war, in Berzbach erst eingelagert werden. Nun aber wurde der verglaste Vorbau des Museums, eine Art großer Carport, bereits fertiggestellt. So wird die Kutsche direkt an ihrem neuen Ausstellungsort präsentiert. Plaziert an der Front des Museums, kann sie vom Wanderweg durch den Ort aus auch außerhalb der Öffnungszeiten bewundert werden. Zudem besteht ein barrierefreier Zugang. Von dem erhöhten Umgang aus ist der Zutritt und der Blick ins Innere der Kutsche leichter.

Der Postkutschen-Nachbau, der im Besitz der Gemeinde Nümbrecht verbleibt, wird im Berzbacher Museum als Dauerleihgabe zu sehen sein. Bürgermeister Hilko Redenius überreichte dem Hausherrn Karl-Josef Haas eine entsprechende Urkunde für den Museumsverein. Zugleich freute er sich, den Übernachtungsgästen in Nümbrecht mit dem nahegelegenen Museum eine weitere Anlaufstelle im Umland für Ausflüge anbieten zu können.

Nümbrechts Bürgermeister Hilko Redenius (links) überreicht Hausherrn Karl-Josef Haas die Urkunde zur Übergabe der Postkutsche

Gänzlich auf dem "Abstellgleis" steht die Postkutsche damit aber nicht. Denn sie ist so untergebracht, daß sie jederzeit aus ihrem Unterstand herausgerollt werden kann. So besteht die Option, sie für Präsentationen an anderer Stelle oder gar für eine Sonderfahrt zu reaktivieren. Zudem dient sie bereits als wichtiges Exponat eines angedachten Themenkomplexes des Museums über das Postwesen im Bergischen Land. (cs)

25. Juli 2020

Nach der Ankunft in Berzbach - (Foto : Dr. Eckard Hilmer)
von links nach rechts : Karl-Heinz Ludwig (Museumsverein), Bürgermeister Norbert Büscher (Much), Bürgermeister Hilko Redenius (Nümbrecht), Karina Tuttlies (Gemeindewerke Nümbrecht) und Dieter Hüschemenger (Heimatverein Nümbrecht)
Die Postkutsche vor ihrem künftigen Unterbringungsort, einem verglasten Vorbau des Museums (rechts)
Wettergeschützt wird die Kutsche unter diesem verglasten Carport stehen, ein barrierefreies Podest erleichtert den Zugang

 

Ältere Meldungen und Berichte zum Thema :

26. Oktober 2019 :  Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterNümbrechter Postkutsche soll in Berzbach ausgestellt werden

 

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