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Zwei Verkehrsunfälle mit Fahrerflucht auf der K 35 und der K 46

Am Montagabend (17.05.) kam es im Mucher Gemeindegebiet zu zwei Verkehrsunfällen, bei denen der oder die Verursacher/in von der Unfallstelle flüchtete. Ein Zusammenhang zwischen den beiden Unfällen, die sich in einem zeitlichen Abstand von circa zwei Stunden ereigneten, kann derzeit nicht ausgeschlossen werden. Das heißt, daß es möglich ist, daß ein und dieselbe Person für beide Vorfälle verantwortlich zeichnet.

Zunächst war es der Ortsteil Niederdreisbach, in dem es gegen 21.50 Uhr zu einem Zusammenstoß zweier Autos kam. Ein PKW war an der Kreuzung am nördlichen Ortsausgang von der Nebenstrecke aus Richtung Alefeld in die Kreisstraße 35 eingefahren. Dort touchierte der PKW einen vorfahrtberechtigten 'Ford Focus', der von Marienfeld in Richtung Oberdreisbach unterwegs war.

Letzterer wurde durch den Anstoß im Bereich der Hinterachse aus der Spur gebracht. Das Fahrzeug überwand kurz hinter der Kreuzung die rechtsseitige Bordsteinkante, durchpflügte eine noch flache Hecke und geriet auf den Hof eines Wohnhauses. Der Ford kam zwischen einer Hauswand und einem geparkten PKW zum Stehen. Zuvor hatte er einen Blumenkübel gerammt und auch die Hauswand geringfügig berührt.

Der 40-jährige Fahrer aus dem Oberbergischen Kreis blieb unverletzt, wurde aber vorsorglich vor Ort von einer Rettungswagen-Besatzung durchgecheckt. Sein/e Unfallgegner/in hatte sich mit dem anhand der zurückgebliebenen Teile erkennbar beschädigten Auto in unbekannte Richtung entfernt. Neben Trümmerteilen war auch das vordere Kennzeichen des PKW an der Unfallstelle verblieben und lieferte der Polizei erste Anhaltspunkte. Um die Säuberung der Unfallstelle kümmerte sich die Freiwillige Feuerwehr.

Wie später in Erfahrung gebracht werden konnte, wurde das mutmaßliche Unfallfahrzeug schon kurz später von einer Streifenwagen-Besatzung "im näheren Umfeld" von Niederdreisbach verlassen aufgefunden. Der schwarze 'VW Polo' wies einen passenden Frontschaden auf, auch das zweite Kennzeichen war entfernt worden. Mutmaßlich war das Fahrzeug nicht zugelassen, das aufgefundene Kennzeichen nicht für dieses ausgegeben worden. Um später Spuren, die auf den oder die Fahrer/in hindeuten können, auswerten zu können, ließ die Polizei den Kleinwagen von einem Abschlepp-Unternehmen sicherstellen.
 

Knapp zwei Stunden nach dem ersten Unfall, gegen 23.30 Uhr, meldete ein/e Autofahrer/in ein weiteres verunfalltes Fahrzeug. Dabei handelte es sich um einen roten Pickup des Typs 'Nissan Navarra'. Dieser war zuvor, wie die Spurenlage eindeutig erkennen ließ, auf der Kreisstraße 46 von Gibbinghausen zum Hauptort unterwegs. Kurz vor dem Abzweig nach Tillinghausen geriet das Fahrzeug in einer Linkskurve auf eine ansteigende Leitplanke.

Archivfoto des Wegekreuzes von 1890

Auf dieser "ritt" der Pickup offenbar über mehr als 50 Meter, stellte sich quer, schleuderte weiter in den Graben, riß einen Wegweiser vor der Einmündung mit, querte diese schrägstehend und rutschte in die gegenüberliegende Grünfläche. Dort prallte das Fahrzeug gegen ein steinernes Wegekreuz aus dem Jahre 1890. Dieses wurde umgestoßen und stürzte in seinen vier aufeinandergesetzten Einzelteilen zu Boden. Massive Beschädigungen an dem Kulturdenkmal waren in der Nacht nicht erkennbar.

Auch an dieser Örtlichkeit flüchtete der oder die Fahrer/in von der Unfallstelle, in diesem Falle offenbar zu Fuß. Die Polizei suchte in dem verlassenen Fahrzeug nach Hinweisen, zusätzlich bestreiften mehrere Polizeiwagen die Umgebung, um eine Person aufzufinden. Während die erneut alarmierten Feuerwehrleute auch an dieser Unfallstelle Trümmer zusammentrugen und die Verkehrssicherheit wiederherstellten, ließ die Polizei den Pickup abtransportieren und ebenfalls sicherstellen.

Ob eines oder gar beide Unfallfahrzeuge zuvor entwendet worden waren, ließ sich in der Nacht noch nicht klären. Der Pickup war laut Polizei bislang zumindest nicht als gestohlen gemeldet worden. Die Ermittlungen in beiden Fällen dauern an. (cs)
 

18. Mai 2021


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