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FTTH-Glasfaserausbau im Hauptort Much vorgesehen

Vertragsunterzeichnung am 10. März im Rathaus, von links nach rechts : Andreas Schulz (Leiter Infrastrukturvertrieb West, Deutsche Telekom), Marco Lohmeier (Regiomanager Infrastrukturvertrieb West, Deutsche Telekom), Bürgermeister Norbert Büscher und Beigeordneter Karsten Schäfer

Zahlreiche Internet-Nutzer in Much können sich in naher Zukunft mit deutlich schnelleren Anschlüssen ausstatten lassen. Nachdem die 'Deutsche Telekom' vor zwei Jahren den Nahbereich rund um die Vermittlungsstelle in Much-Ort an den kleinen Mitbewerber 'eifelnet' verlor, will man jetzt Kunden mit einem neuen, nicht geförderten Ausbauschritt zurückgewinnen. Denn seither durfte die 'Telekom' ihren Kunden in besagtem Bereich aus regulatorischen Gründen nur noch Übertragungsraten von 16 statt der vorherigen 50 Megabit pro Sekunde anbieten.

Nun soll der Hauptort Much in ganz andere Dimensionen vorstoßen, indem bis zu 1.900 Haushalte mit einem Glasfaser-Anschluß nicht nur bis zum nächsten Verteilerkasten (FTTC), sondern bis ins Gebäude (FTTH - Fiber to the Home) versorgt werden. Technisch sei damit die volle Bandbreite von 1 Gigabit pro Sekunde verfügbar, die eine zeitgleiche Nutzung mehrerer datenintensiver Anwendungen stabil erlaubt.

Dazu sollen 1.180 Ein- und Mehrfamilienhäuser an das neuzuverlegende Glasfasernetz angeschlossen werden. Versorgt werden soll fast der gesamte Hauptort Much inclusive den "Randbezirken" Bockemsweg, Bernsauelerberg und Reichenstein sowie der angrenzende Ortsteil Loßkittel. Entgegen einer früheren Darstellung gehören jedoch die Kantstraße, die Burg Overbach, die Berghausenstraße, die Reichensteiner Mühle und andere Einzelhäuser an der Wahnbachtalstraße nach dem jüngsten Stand nicht mehr zum Ausbaugebiet (siehe Karte unten). Das Neubaugebiet Gippenstein-West ist nicht verzeichnet, da der Ausbau dort bereits unabhängig vom aktuellen Programm erfolgt.

Allerdings werden nicht automatisch alle Häuser ins Glasfasernetz integriert, denn dafür ist die Einwilligung der jeweiligen Hausbesitzer zwingend notwendig, weil die Leitungen über die Privatgrundstücke bis ins Haus geführt werden müssen. Es gibt noch einen weiteren Hinderungsgrund für eine Versorgung mit dem begehrten Anschluß. Denn dafür sei die Buchung eines entsprechenden Produktes der 'Telekom' Voraussetzung. Ohne Buchung werde das schnelle Kabel am Grundstück vorbei verlegt - ohne Abzweig ins Haus.

Ein späterer Anschluß sei zwar möglich, doch würde dieser dann nicht kostenfrei erstellt, sondern mit einer Eigenbeteiligung von 799 Euro berechnet. Daraus ergeben sich zwei Probleme, etwa wenn die Mieter eines Hauses das Angebot nutzen möchten, der Vermieter aber die Verlegung ins Haus nicht gestattet. Umgekehrt entsteht ein ähnliches Dilemma, wenn ein Vermieter sein Haus anschließen lassen will, der Mieter aber kein Produkt buchen will. Auch dann würde kein kostenfreier Anschluß verlegt, so die 'Telekom'.

Die Baumaßnahme führt der Telekommunikations-Konzern im Namen seiner Beteiligungs-Gesellschaft 'glasfaserplus' aus, die auch Eigentümerin des Netzes sein wird. Im Sommer sollen die Arbeiten beginnen und nach etwa einem Jahr abgeschlossen werden. Für die Verlegung des Glasfasernetzes parallel zu den bisherigen Kupferleitungen müssen Straßen oder Gehwege geöffnet werden. Die Beeinträchtigungen für Anwohner sollen dabei so gering wie möglich gehalten werden. Zudem würden laufende Baumaßnahmen - wie in Kürze im Bereich der Hauptstraße - zur Mitverlegung genutzt.

Die bestehenden Kupferleitungen bleiben im Erdreich und sollen weiterhin im bestehenden Umfang nutzbar bleiben. Das Glasfasernetz werde aber so dimensioniert, daß jeder Haushalt und Gewerbebetrieb angeschlossen werden kann - zuzüglich einer Leistungsreserve. Gebaut werde auf jeden Fall, ohne daß zuvor ein bestimmter Schwellenwert an Buchungen vorliegt.

Zur Nutzung des Netzes ist keine Beauftragung der vollen Bandbreite notwendig, so sei auch die Beibehaltung bisheriger Tarife möglich. Zudem werde das Netz offen betrieben, kann also auch von Wettbewerbern der 'Telekom' zur Durchleitung gemietet werden. Ab wann dies der Fall sein wird, ist aber noch nicht bekannt. Zum Start des Netzes werde die 'Telekom' der einzige Anbieter sein.

Zur weiteren Bekanntmachung des neuen Angebotes plant die 'Telekom' zu gegebener Zeit den Besuch einer mobilen LKW-Filiale, zudem Postwurfsendungen. Die Gemeindeverwaltung möchte darüber hinaus gemeinsam mit dem Unternehmen zu einer oder mehreren Informations-Veranstaltungen einladen. (cs)
 

11. März 2022

Das FTTH-Glasfaser-Ausbaugebiet im Hauptort Much, Stand 11.03.2022 - (Planung und Grafik : 'glasfaserplus', Kartengrundlage 'OpenStreetMap')

 

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