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Linienbus mit 14 Insassen prallte an der B 56 gegen Baum

Einen Großeinsatz für die Rettungskräfte der Region löste der Alleinunfall eines Linienbusses der Schnellbus-Linie "SB 56" am frühen Abend aus. Der Gelenkbus war gegen 18.30 Uhr auf dem Weg von Siegburg nach Much, als er in der langgezogenen Rechtskurve in Höhe der Ortschaft Hohr - nur 200 Meter vor dem Mucher Ortseingang - auf das vom Regen aufgeweichte Bankett geriet. Mehr als 90 Meter, so die Messung der Polizei, waren die rechten Reifen bis zu einem Meter abseits des Asphalts über die Grasfläche gefahren.

Danach brach der Gelenkbus nach links aus, kreuzte beide Fahrspuren, prallte gegen einen Baum am gegenüberliegenden Straßenrand und durchbrach einen Zaun. Der Baum, der komplett entwurzelt wurde, hatte die wilde Fahrt abgebremst, so daß der Bus nicht auf die abschüssige Wiese hinter dem Grünstreifen gelangte. Der Vorderwagen war in Schräglage auf der Baumwurzel zum Stehen gekommen, der Hinterwagen davon abgewinkelt quer auf dem Geh- und Radweg.

Die meisten der Insassen - die Feuerwehr traf insgesamt 14 Personen an der Unfallstelle an, die vermutlich alle im Fahrzeug waren - hatten den Bus bereits verlassen, indem sie mehrere Scheiben mit Nothämmern eingeschlagen hatten und herausgeklettert waren. Zwei seien erst nach dem Öffnen der Mitteltür herausgestiegen. Unter den Passagieren seien überwiegend junge Menschen gewesen, darunter eine Mutter mit einem zwei- bis dreijährigen Kind, sowie eine ältere Frau.

Neben der Feuerwehr, die mit 30 Kräften und acht Fahrzeugen angerückt war, waren auch drei Notärzte, davon einer per Helikopter, und fünf Rettungswagen-Besatzungen zur Unfallstelle entsandt worden. Nach deren Untersuchungen wurden der 48-jährige Fahrer als schwerverletzt, fünf weitere Personen im Alter zwischen 21 und 49 Jahren als leichtverletzt eingestuft. So wurde der Fahrer mit dem Hubschrauber zur Klinik nach Merheim ausgeflogen, die übrigen mit den Rettungswagen zu verschiedenen Krankenhäusern gebracht.

Zuvor hatten bereits ein Ersthelfer und kurz später auch die Feuerwehr das Businnere nach weiteren Passagieren durchsucht. Wehrleute kontrollierten zudem das Gelände unter dem Bus nach möglichen Unfallopfern. Glücklicherweise befand sich zum Unfallzeitpunkt aber niemand auf dem Geh- und Radweg, den der Bus gekreuzt hatte.

Auf die Sicherung der Unfallspuren durch die Polizei folgte die Bergung des Fahrzeugs. Ein Seelscheider Bergeunternehmen setzte hierfür zwei LKW-Abschleppwagen ein. Die zwischen dem Abzweig nach Hohr und Much voll gesperrte B 56 konnte nach Abschluss der Arbeiten um 22 Uhr wieder für den Verkehr freigegeben werden.

Der entstandene Sachschaden liegt nach Angaben der Polizei im sechsstelligen Bereich. Zur Unfallursache konnten noch keine gesicherten Aussagen getroffen werden. Businsassen sollen angegeben haben, daß der Bus auffallend schnell gefahren sei. Die Auswertung des Fahrtenschreibers dürfte der Polizei nähere Erkenntnisse bringen, sie ließ den Bus für weitere Untersuchungen sicherstellen. (cs)

Vor 15 Jahren war nur 100 Meter entfernt schon einmal ein Linienbus in gleicher Fahrtrichtung verunglückt - siehe dazu  Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterBericht vom 12.02.2007 .
 

23. Mai 2022,
erweitert am
24. Mai 2022


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