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PKW prallte auf der B 56 in einbiegendes Traktorgespann

Lebensgefährliche Verletzungen hat ein am gestrigen Abend noch nicht zweifelsfrei identifizierter Autofahrer auf der Bundesstraße 56 bei Scheid davongetragen. Der Fahrer des im Oberbergischen Kreis angemeldeten PKW befuhr die B 56 gegen 19.20 Uhr von Seelscheid in Richtung Much. Zur gleichen Zeit bog ein Traktorgespann von der Ortschaft Scheid kommend auf die B 56 in Richtung Seelscheid ein.

Um die spitzwinkelige Kurve mit dem zweiachsigen Anhänger zu bewältigen, nutzte dieser die volle Fahrbahnbreite der B 56 zum Ausholen. Der Polizei gegenüber gaben der 23-Jährige Traktor-Fahrer und sein Beifahrer an, daß die in beiden Richtungen mehr als 200 Meter einsehbare B 56 vor dem Abbiegen frei gewesen sei. Der Spurenlage nach war der PKW-Fahrer nach links auf die Gegenspur gezogen, wahrscheinlich, um dem Traktor auf seiner Spur auszuweichen. Dort prallte er - möglicherweise ungebremst - gegen den noch quer zur Fahrtrichtung stehenden Gülle-Anhänger.

Die Feuerwehr trennte die B-Säule heraus, um den PKW-Fahrer schonend retten zu können

Die Front des PKW geriet komplett unter den Anhänger und wurde stark verformt. Der PKW-Fahrer wurde dabei in seinem Fahrzeug eingeklemmt. Er musste von der alarmierten Freiwilligen Feuerwehr im Zuge einer Sofort-Rettung (auch als Crash-Rettung bekannt) mit hydraulischen Rettungswerkzeugen aus dem Fahrzeug befreit werden, um eine schnelle medizinische Versorgung zu gewährleisten. Er wurde später zum Klinikum nach Köln-Merheim gebracht, laut Polizei bestand akute Lebensgefahr.

Die Schnauze des PKW steckte komplett unter dem Gülle-Anhänger fest

Der 23-jährige Fahrer des Traktors blieb ebenso wie sein 19-jähriger Beifahrer und auch eine Zeugin, die an der Haltestelle unmittelbar neben der Unfallstelle auf einen Bus wartete, unverletzt. Aus den beschädigten Rohrsystemen des weitgehend leeren landwirtschaftlichen Anhängers, mit dem dosiert Gülle auf Felder und Wiesen ausgebracht wird, lief die stinkende Flüssigkeit auf die B 56.

Der Kühler des PKW (Bildmitte) drang bis zur Gegenseite des Anhängers durch

Die auf voller Breite blockierte Bundesstraße 56 blieb für mehr als sechs Stunden gesperrt, was auch Auswirkungen auf den unterbrochenen Linienverkehr hatte. Aufgrund der Schwere des Unfalls wurden Spezialisten der Kölner Polizei zur Aufnahme der Unfallspuren angefordert, die gegen 22 Uhr eintrafen. Hierbei wurde ein 3D-Scanner eingesetzt, der exakte digitale Abbilder der Örtlichkeiten und Fahrzeuge anfertigen kann. Nach dem Abrücken der Freiwilligen Feuerwehr übernahm das 'Technische Hilfswerk' aus Siegburg das Ausleuchten der Unfallstelle.

Der unter dem Anhänger verkeilte PKW, ein Mercedes der 'B-Klasse', wurde von einem Abschleppunternehmen geborgen. Im Anschluss musste die Straße in Handarbeit sowie unter Zuhilfenahme eines Hochdruckreinigers und einer Kehrmaschine gesäubert werden. Sowohl der PKW, als auch das Traktor-Gespann wurden im Auftrag der Polizei sichergestellt, um eine nachfolgende Untersuchung zu gewährleisten. Erst um 1.30 Uhr konnte die B 56 wieder für den Verkehr freigegeben werden. (cs)

Nachtrag vom Vormittag :  Die Polizei bestätigte am Morgen, daß es sich bei dem schwerstverletzten PKW-Fahrer um den 56-jährigen Fahrzeughalter handelt. Der entstandene Sachschaden wird mit rund 25.000 Euro beziffert.
 

04. Januar 2023

Blick von Norden (aus Richtung Much) auf die Unfallstelle
Einsatz des 3D-Scanners (rechts) seitens der Unfallaufnahme-Gruppe der Polizei Köln
Die Beschädigungen des Anhängers nach der Bergung des PKW
Der im Frontbereich total zerstörte PKW
Säuberungsarbeiten der von ausgetretener Gülle verunreinigten Fahrbahn

 

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