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PKW kollidierte auf der L 350 bei Schneeglätte mit Sattelzug

Dank Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt und der Arbeit des Winterdienstes waren die meisten Straßen der Region am Freitagmorgen (09.01.) verhältnismäßig gut befahrbar. Dies bot eine eher trügerische Sicherheit, denn in manchen Lagen war durchaus noch Glätte vorhanden. Dazu gehörte die Landesstraße 350 zwischen den Ortslagen Müllerhof und Herfterath. Im Schatten des am Ostrand der Fahrbahn steil aufragenden Hügels wies die Fahrbahn noch Schneeglätte auf.

Gegen 6.30 Uhr war ein 58-jähriger Gummersbacher aus Richtung Wiehl kommend nach Süden unterwegs. Nach Passieren des Ortes Herfterath geriet sein 'Toyota Yaris Cross' eingangs einer langen Geraden außer Kontrolle und auf die Gegenspur. Ein entgegenkommender LKW-Fahrer aus Neunkirchen (Siegerland) konnte einen Zusammenstoß nicht verhindern. Das SUV traf die Zugmaschine des Sattelzugs seitlich.

In der Folge schleuderte der Toyota in die Leitplanke und kam entgegen seiner Fahrtrichtung zum Stillstand. Ein Vorderrad war beim Unfall abgerissen worden. Durch den Einschlag des SUV und das eingeleitete Bremsmanöver kam auch der Sattelzug von seiner Spur ab. Er rutschte quer über die Gegenspur und wurde erst von der Leitplanke oberhalb des Bachbetts der Bröl aufgehalten.

Glücklicherweise hielt die Sicherheitseinrichtung dem Anprall stand, auch wenn mehrere ihrer Stützen aus der Verankerung gerissen wurden und die Leitplanke mehr als einen Meter nachgab. Nach Einschätzung des ebenfalls 58-jährigen LKW-Fahrers hätte das Gespann die Leitschiene bei voller Beladung des Aufliegers durchbrochen. Dann wäre er rund zehn Meter abgestürzt und im Bach oder an dessen Ufer gelandet. Zum Unfallzeitpunkt war der Auflieger mit "nur" rund sieben Tonnen Kunststoff- und Stahlrohren beladen.

Während der LKW-Fahrer die Zugmaschine unverletzt verlassen konnte, hatte der SUV-Fahrer schwere Verletzungen davongetragen. Die vom Fahrzeug automatisch alarmierte Feuerwehr, die von beiden Standorten in Marienfeld und Much anrückte, fand den Gummersbacher auf der Beifahrerseite sitzend vor. Er war beim Aufprall glücklicherweise nicht im verformten Fahrzeug eingeklemmt worden. Nach der Erstversorgung durch einen Notarzt und Notfall-Sanitäter wurde er zu einem Krankenhaus gebracht.

Sowohl das SUV, als auch der LKW waren nicht mehr fahrbereit. Bis zu ihrer Bergung und dem Abtransport blieb die Landesstraße 350 zwischen Nümbrecht-Friedenthal und der bei Herfterath abzweigenden, nach Nümbrecht führenden Landesstraße 339 für rund vier Stunden bis gegen 10.30 Uhr voll gesperrt. Die Polizei schätzt den entstandenen Sachschaden auf einen mittleren fünfstelligen Euro-Betrag. (cs)
 

10. Januar 2026


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