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- Ansicht der Zanderstraße im aktuellen Zustand
Fortschritt und Probleme bei der Baumaßnahme Zanderstraße
Vor mehr als einem Jahr begannen die Arbeiten zur Sanierung und Ergänzung des Kanalsystems in der Zanderstraße, der Dr.-Wirtz-Straße und der Straße 'Auf dem Beiemich'. Teil der Baumaßnahme ist auch der Einbau eines Stauraumkanals mit einem Rückhalte-Volumen von 340 m³ im Untergrund der Straße 'Auf dem Beiemich', um den Abfluß der durch die Neubauten in diesem Bereich steigenden Abwassermengen zu drosseln, damit das Kanalsystem der Hauptstraße nicht überlastet wird. Mit den Arbeiten soll zudem die Erneuerung der - zumindest im Bereich der Zanderstraße maroden - Fahrbahn erfolgen.
Die Kanalarbeiten auf dem ersten Bauabschnitt der Zanderstraße - zwischen Dr.-Wirtz-Straße und Friedhofstraße - konnten 2025 abgeschlossen werden. Im Januar dieses Jahres wurde der zweite, obere Bauabschnitt zwischen dem Wendehammer nahe des Kreisverkehrs und der Friedhofstraße aufgenommen. Die Wiederherstellung der Asphaltschichten der gesamten Straße soll erst im Anschluß in einem Arbeitsgang durchgeführt werden.

- Arbeiten im oberen Abschnitt der Zanderstraße nahe des Wendehammers
Damit die Anwohner des mittleren und unteren Abschnitts der Zanderstraße ihre Grundstücke bis zur Wiederherstellung der Asphaltdecke erreichen können, wurde auf einer Länge von rund 350 Metern eine Baustraße hergestellt, indem der Fahrbahnraum aufgefüllt und mit einer Asphaltschicht versehen wurde.
Wie in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Planung, Verkehr, Straßen und Wege informiert wurde, sei der Untergrund in dem Straßenabschnitt nicht wie vorgesehen hergestellt worden, zu erkennen an Absackungen der Oberfläche. Die Straße "löse sich teils auf", ein Endausbau sei so nicht möglich, ohne spätere Schäden in Kauf zu nehmen. Mögliche Ursachen seien ein falsches Mischgut oder ein Fehler beim Einbau. Aus diesem Grund sollen nun Bohrkerne zur Begutachtung des Unterbaus gezogen werden.

- Baustraße im mittleren Abschnitt der Zanderstraße
Zur Form des späteren Endausbaus waren den Anwohnern der Zanderstraße im Mai 2025 drei Varianten präsentiert worden, wovon zwei jedoch auf Ablehnung beim zuständigen Straßenverkehrsamt der Kreisverwaltung stießen. Diese betrafen die Ausführung als reine Mischverkehrsfläche für den Fußgänger- und Fahrzeugverkehr sowie jene als Mischsystem mit einem optisch hervorgehobenen Mehrzweckstreifen. Aus diesem Grund wurde die als Variante 1 bezeichnete Ausführung als Trennsystem mit einem durchgehenden erhabenen Gehweg auf der Südseite weiterverfolgt.
Die daraufhin erstellte Ausführungs-Planung sieht zwischen der Dr-Wirtz-Straße und dem Beginn des Friedhofs-Grundstücks eine Ausbaubreite der Fahrbahn von 5,50 Meter vor, oberhalb dieses Bereichs von 5,25 Meter. Hinzu kommt ein auf der Südseite der Fahrbahn liegender Gehweg von 2,50 Meter Breite, die in Teilabschnitten um 40 Zentimeter nach oben und unten abweichen kann. Dieser hat im Bereich des Wendehammers Anschluß an den Gehweg der Hauptstraße.

- Blick vom Rathaus talwärts, in diesem Bereich ist ein Wechsel von 5,25 Meter auf 5.50 Meter Fahrbahnbreite vorgesehen
Im Gegensatz zur bisherigen Regelung soll das Parken künftig nur noch auf markierten Stellflächen zulässig sein. Zusätzlich zu neun Plätzen am Kopf des Wendehammers (die seitlich angeordneten liegen auf privatem Grund) waren in der ursprünglich vorgestellten Planung 41 weitere Stellflächen in unregelmäßigem Wechsel beidseits der gesamten Länge der Zanderstraße vorgesehen. Nach Anregung von Anliegern wurde die Planung leicht angepasst. So sollen nun nur noch 39 Stellflächen von 2 Metern Breite angelegt werden, wodurch Hauszufahrten leichter erreichbar sind.
Durch einen größeren Zwischenraum wurde auch ein absehbares Problem im Bereich der Hausnummern 10/12 entschärft, indem mehr Abstand zwischen den wechselseitigen Stellflächen berücksichtigt wurde. Anderenfalls hätten sich entgegenkommende Fahrzeuge hier gegenseitig blockieren können. Im als Anliegerstraße klassifizierten oberen Sackgassen-Abschnitt sind dagegen neun Stellflächen in ununterbrochener Reihe geplant, hier kann es zu Wartezeiten bei Gegenverkehr kommen.

- Blick von der Dr.-Wirtz-Straße : Wie an der Baustraße schon erkennbar, entsteht eingangs der Zanderstraße eine Einschnürung
In der Planung vorgesehen sind auch verkehrsberuhigende Maßnahmen in Form von fünf Grünbeeten an Kopfflächen der Stellplätze auf der Fahrbahn sowie einer Verengung auf eine Fahrbahnbreite von 4,10 Meter an der Zufahrt von der Dr.-Wirtz-Straße. Dort und jeweils beidseits der Einmündungen der Gartenstraße, des Jägerweg, der Friedhofstraße und der oberen Einmündung des Friedhofsweg sind zudem Anrampungen zu niveauhöheren Flächen geplant.

- Im Bereich von vier Einmündungen sind verkehrsberuhigende Maßnahmen in Form von Anrampungen und höherliegenden Plateaus geplant
Weil es bislang zu einer Kostensteigerung von 60.000 Euro über dem Haushaltsplan gekommen ist, wurde in der Ausschuß-Sitzung ein Verzicht auf diese Form der Verkehrsberuhigung angeregt. Die wechselseitigen Stellflächen würden bereits zur Temporeduzierung führen, wie dies auf der Dorfstraße in Marienfeld auch der Fall sei. Seitens der Verwaltung wurde geäußert, daß die Anwohner die "Schwellen" gewünscht hätten, um den Durchgangsverkehr als Ausweichroute der Hauptstraße zu reduzieren. Es bestehe aber die Hoffnung, daß das Ergebnis der Ausschreibung der Asphaltarbeiten günstiger ausfallen könnte als angesetzt, bei der Baustraße sei dies auch der Fall gewesen.
Die Kosten für den Straßenbau werden auf 1.278.000 Euro beziffert, wovon 80 Prozent vom Land NRW erstattet werden. Auf einen Abschluß der gesamten Baumaßnahme bis zum Ende des Jahres 2026 mochte sich die Verwaltung aufgrund der unerwarteten Probleme mit dem Unterbau der Straße nicht mehr festlegen. Der Ausschuß beschloss letztlich einstimmig, dem am 18. März tagenden Gemeinderat den Endausbau nach der in Details überarbeiteten Variante 1 sowie die angeführte Verbreiterung der Fahrbahn auf der unteren Hälfte der Zanderstraße zu empfehlen. (cs)






