Navigation überspringen


Standortnavigation

Sie sind hier: much-heute.de > Berichte Much > Berichte 2026 > Projekt der 'Stiftung Much'

Service-Navigation

Druckversion . Inhalt . Start . 
Hans-Willi Schlimbach und Gerlinde Knipp verteilten die Pläne der Fachwerkwand - (Fotos : 'Stiftung Much')

Grundschüler fügten im Museum Fachwerkwände zusammen

Eine Information der 'Stiftung Much' :  Diesen Schultag werden die Kinder so schnell nicht vergessen :  Sie lernten, wie man ein Fachwerkhaus baut. Natürlich handelte es sich um einen ersten Modellversuch - aber sie mussten praktisch zu Werke gehen und nichts Abstraktes aus Büchern lernen. Das eigene Tun führt bekanntlich zu echter Lebenserfahrung !

Als kürzlich die dritte Klasse der Grundschule Marienfeld im Bauernmuseum von Margret und Karl-Josef Haas in Berzbach ankam, waren sie sehr gespannt :  Karl-Heinz Ludwig, ehemaliger Schreinermeister, hatte im Auftrag der 'Stiftung Much' gemeinsam mit einer Zimmerei Fachwerkbalken (mit Schlitz und Zapfen) unterschiedlicher Länge anfertigen lassen.

Kluge Entscheidung:  zuerst auf den Plan gucken und dann anfangen !

Diese Hölzer, die waagerecht, senkrecht oder diagonal zusammengefügt werden, ergeben am Ende eine Modell-Fachwerkwand von 2,50 Metern Breite und 1,20 Metern Höhe. Karl-Heinz Ludwig, der den Kindern hier und da beim praktischen Zusammenbau half, hatte für die Modellwände die dicken Holznägel selber noch zurechtgefeilt. Die Aufgabe des Tages lautete :  Drei Gruppen von je sechs Kindern bauen je eine Modellwand zusammen. Eine Zeichnung sollte den Kindern beim Aufbau helfen.

Das Projekt "Fachwerkbau" wird von der 'Stiftung Much' finanziert. Hans-Willi Schlimbach und Gerlinde Knipp, beide ehemalige Pädagogen und aktuell im Vorstand tätig, hatten dieses Projekt kindgemäß geplant. So nahmen sie die Kinder zunächst mit an ein Fachwerkhaus gegenüber dem Bauernmuseum, um die Gerüstkonstruktion zu erklären.

Das Endprodukt ist schon zu erahnen, aber manchmal muss man nach dem Prinzip Versuch und Irrtum nochmal korrigieren

Seit dem Mittelalter (13. Jahrhundert) wurden Häuser in Fachwerkbauweise gebaut :  Im Bergischen Land prägen sie heute noch manches Dorfbild. Holz war damals preiswert, Steine konnten sich nur die Reichen leisten. Es wurde sogar mit Nägeln aus Holz gebaut. Denn ein Eisennagel musste einzeln über dem Feuer zurechtgehämmert werden, auch das konnten sich die Armen nicht leisten.

Für die Schülerinnen und Schüler war es war eine Arbeit mit klobigen Gegenständen, die allerdings höchste Präzision verlangte :  Mancher Balken hakte oder ein Zapfen klemmte und musste neu ausgerichtet werden. Da half es auch nicht, mit dem Hammer fester draufzuhauen !  Das lernten die Kinder sehr schnell.


Auch Teamwork war Voraussetzung für ein gutes Gelingen, was für Klassenlehrerin Freyja Schotters besonders wichtig war. "Dazu kommt, dass die Kinder eine Verbundenheit zu ihrer Heimat erfahren, da sie ja überall Fachwerkhäuser sehen und mancher Großvater noch in einem wohnt." Außerdem sei das praktische Ausprobieren zwischen Versuch und Irrtum ein wichtiger Lerneffekt.

Hochkonzentriert und mit Feuereifer waren Jungen wie Mädchen bei der Sache :  Nach knapp einer Stunde stellte jede Gruppe stolz ihre Fachwerkwand den anderen vor. Was jetzt als nächster Projektschritt folgen könnte, wäre die Füllung der Gefache mit Weidenruten, Stroh, Lehm - häufig wurde früher auch Kuhmist verwendet. Die Stiftung hat da sicherlich Pläne ...

Die Aktion galt für das Bauernmuseum und die 'Stiftung Much' als Auftakt :  Das Projekt Fachwerkbau soll in Zukunft auch für Schüler anderer Schulen angeboten werden.
 

12. Juli 2026

Die ersten Balken sind zusammen gefügt - senkrecht, quer und diagonal
Kinder bauen Fachwerk : in drei Gruppen testeten sie ihr handwerkliches Geschick

 

nach oben




Banner nk-se.info Banner lohmar.info Banner broeltal.de

Einkaufen im
Bergischen
Rhein-Sieg-Kreis
stärkt die Region :

Anzeigen

Handel


Gastronomie


Dienstleistung


Freizeit


Gesundheit


Handwerk